Tag der offenen Tür am 4. September

Wassergymnastikangebot soll mehr Besucher ins Borkener Hallenbad locken

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Neues Angebot im Hallenbad: Die Physiotherapiepraxis von Désirée Bogie (vorne rechts) ist fertig. Hinten von links Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm, Fachbereichsleiter Rolf Bahlburg, Hallenbad-Betriebsleiter Detlef Plein, Architekt Thomas Bogie, vorne Sonja Pauly von der Leader-Region Schwalm-Aue.

Borken. Über diese Zusammenarbeit ist die Stadt Borken richtig froh: Physiotherapeutin Désirée Bogie aus Neuenhain bietet ab sofort in ihrer neuen Praxis im Borkener Hallenbad zahlreiche Kurse zur Wassertherapie an.

Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm ist sich sicher: Die Verbindung von Hallenbad und Gesundheitsangeboten werde die Zahl der Besucher weiter steigern.

Das sieht auch Betriebsleiter Detlef Plein so. Seitdem die Neuenhainer Krankengymnastin therapeutische Angebote im Wasser mache, sei die Zahl der Gäste um zehn Prozent gestiegen. Von 20.345 Besuchern im ersten Halbjahr 2015 auf 22.772 Gäste im selben Zeitraum 2016.

„Einmalig in der Region“

„Der Erfolg gibt uns also Recht“, sagt Marcel Pritsch-Rehm. „Ein solch medizinisches Wellnessangebot ist einmalig in der Region.“ Das richtet sich an Gesundheitsbewusste mit und ohne Rezept, die im Wasser ihre Fitness trainieren oder ihre Krankheitssymptome lindern wollen. Seit Januar entstanden die Praxisräume in jenem Bereich des Bades, in dem früher die Solarien standen. Der Umkleidebereich im Hallenbad, dessen Kosten die Stadt Borken und der Landkreis zu gleichen Teilen tragen, sei bei seinem Bau im Jahr 1964 ohnehin überdimensioniert gewesen, sagt Pritsch-Rehm. Jene 90 Quadratmeter, in denen die Praxis entstand, werden im Zugangsbereich des Bades nicht fehlen.

Drei Behandlungsräume und ein großer Kursraum sind dort seit Januar entstanden. Kosten: 70 000 Euro. Diese Summe aber hat nicht etwa die Stadt Borken komplett bezahlt, sie musste nur 25 Prozent schultern: Die anderen 75 Prozent hat die Leader-Region Schwalm-Aue übernommen.

„Gute Verbindung“

Der Einbau des medizinisch-therapeutischen Angebots ins Bad sei nicht nur ein Pilotprojekt, sondern auch ein gutes Beispiel dafür, wie eine öffentliche Einrichtung unterstützt werden könne, sagt Sonja Pauly von der Leader-Region Schwalm-Aue: „Beide Seiten profitieren davon.“ In Zeiten, in den Hallenbäder permanent auf dem Prüfstand stünden und von der Schließung bedroht seien, sei eine solche Kombination eine richtig gute Verbindung, sagt Sonja Pauly von der Leader Region Schwalm-Aue.

Tag der offenen Tür

Seit Mittwoch hat das Borkener Hallenbad wieder geöffnet. Aber auch wer nur gucken und nicht baden will, ist am Sonntag, 4. September, willkommen. Beim Tag der offenen Tür sind von 10 bis 17 Uhr die neuen Praxisräume von Désirée Bogie zu sehen. Es gibt ein sportliches Programm am und im Wasser. Im Hallenbad herrscht an dem Tag normaler Badebetrieb. Für den Badebetrieb wird von 9 bis 13 Uhr Eintritt fällig.

Quelle: HNA

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