Verein Bürger für Homberg putzte Alten Friedhof raus

Neue Tafeln an Gräbern

Neue Tafeln an den Grabdenkmälern im Homberger Stadtpark Alter Friedhof. Hartmut Iber ( KSK Schwalm-Eder), Georg Ritter, Dr. Gerhard Grebe und Heinz Hause, von links. Foto: Thiery

Homberg. Beim Homberger Weinfest, das an diesem Wochenende im Stadtpark Alter Friedhof gefeiert wird, können die Besucher auch mehr über die Geschichte des Alten Friedhofes erfahren: Die historisch wichtigsten Gräber sind nun mit Schildern versehen, die die Inschriften der teils unleserlich gewordenen Grabsteine zeigen.

Initiator ist der Verein Bürger für Homberg. Dessen Vorsitzender Dr. Gerhard Grebe hat sich im vergangenen Jahr daran gemacht und die stark verwitterten Inschriften entziffert. Insgesamt 20 Grabsteine sind noch auf dem historischen Gelände vorhanden, die wichtigsten acht tragen nun eine Tafel. Die ältesten Steine stammen aus der Zeit des Barock, aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts. Heute sind sie an der Hinterseite der Bushaltestelle zu finden und auch vom Parkgelände her schlecht einzusehen.

Mit den neuen wetterfesten Schildern will der Verein mehr Aufmerksamkeit auf die historisch bedeutende Stätte lenken. „Wenn man die Inschriften lesen kann, beschäftigt man sich auch mehr mit Geschichte“, sagte Grebe.

Der Alte Friedhof war seit 1580 Begräbnisstätte. Eines der wichtigsten Denkmäler ist die Grabstätte der Äbtissinnen Marianne Freiin vom und zum Stein und Charlotte von Gilsa sowie von Friedensrichter Martin. Sie hatten 1809 wesentlichen Anteil an den Vorbereitungen zum Dörnbergschen Aufstand unter Wilhelm von Dörnberg gegen Jérôme Bonaparte.

Auch solche Persönlichkeiten der Stadt wie Minister Julius Rhode, Bürgermeister Winter und Prof. Wilhelm Volckmar stehen für ein Stück Geschichte Hombergs. Eine Übersicht über die Gedenkstätten befindet sich nun auf einer Tafel am Eingang des Geländes. Die Schilder kosteten 2000 Euro. 1000 Euro übernahm die Kreissparkasse Schwalm-Eder aus der Kulturstiftung. (zty)

Quelle: HNA

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