Grünes Heim für Molche

In neuem Feuchtbiotop sollen seltene Tiere Lebensraum finden

Schnellrode. Frösche, Molche und Insekten sollen in den drei Teichen, die die Hegegemeinschaft Spangenberg angelegt hat, ein neues Zuhause finden. Am Wochenende legten die Mitglieder noch einmal Hand an, um es den künftigen Bewohnern schön zu machen.

Ufer, Flach-, Seicht- und Tiefwasserzone wurden mit verschiedenen Pflanzen bestückt. Die Hegegemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Jagdeigentümern und Jägern, die es sich neben der Jagd zur Aufgabe gemacht hat, neue Lebensräume für Tiere zu schaffen. In den letzten Jahren sind bereits sieben Streuobstwiesen, drei Teiche und zwei Hecken entstanden. Die Anlage des neuen Feuchtbiotops aus drei miteinander verbundenen Teichen ist damit nicht das erste Projekt dieser Art, das die Mitglieder der Hegegemeinschaft angepackt haben.

"Das ist eine Initialbepflanzung. Ohne Pflanzen ist kein Leben möglich", sagte Achim Röse, Revierleiter und Naturschutzbeauftragter der Hegegemeinschaft. Selbstverständlich sollen die Pflanzen auf natürlichem Wege wachsen, doch mit dieser ersten Bepflanzung versuche man auch seltene heimische Gewächse anzusiedeln. Dazu gehöre unter anderem der Igelkolben, die Krebsschere und die Schwanenblume.

Die 17 Helfer scheuten keine Mühen und stiegen mitunter bauchnabeltief ins Wasser, um die Pflanzen an den richtigen Platz zu bringen.

Auch um die Pflege der Teiche werden sich die Mitglieder kümmern. Das ist nötig, damit sich nicht unerwünschte Gäste breit machen etwa die Wasserpest, die die anderen Pflanzen zurückdrängen würde.

Das Wasser in den drei Teichen, die durch seitliche Überläufe miteinander verbunden sind, ist Regenwasser daher nennt man sie auch Himmelsteiche. Mit seiner abschüssigen Lage und dem ohnehin bereits feuchten Boden ist die ehemalige Waldwiese ein guter Ort für das neue Feuchtbiotop.

"Die Flächen, auf denen wir die neuen Naturräume geschaffen haben, gehören alle den Mitgliedern der Hegegemeinschaft. Sie werden uns zeitlich uneingeschränkt zur Verfügung gestellt", erklärt der Vorsitzende Achim Hinz. Das müsse so sein, denn all die Arbeit wäre umsonst, müssten die angelegten Biotope bald wieder einer anderen Nutzungsidee weichen.

Und so hoffen die Mitglieder der Hegegemeinschaft, dass die neuen Amphibienteiche von Tiern und Pflanzen gut angenommen werden und sich neben Wasserschnecken und -käfern, Grasfröschen, Libellen und Molcharten, vielleicht auch seltene Tierarten, wie zum Beispiel die Gelbbauchunke niederlassen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/Eberlein

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