Gedenkfeier am 24. Mai

100. Geburtstag: Neuenbrunslars Ehrenbürgermeister Karl Angersbach

+
Leben in Bildern: Karl Angersbach im Jahr 1954 verkleidet als Landgraf von Hessen beim Festzug zur 800-Jahrfeier von Neuenbrunslar.

Neuenbrunslar. Er hat Neuenbrunslar geprägt wie kaum ein anderer: Am Dienstag wäre Ehrenbürgermeister Karl Angersbach 100 Jahre alt geworden. „Er war die herausragendste Persönlichkeit, die der Ort je hatte“, sagt der stellvertretende Ortsvorsteher Hilmar Löber.

Zum Gedenken an Angersbach gibt es am Samstag, 24. Mai eine Feier im Dorfgemeinschaftshaus, das nach ihm benannt ist. Aus gutem Grund: Angersbach, der 25 Jahre lang Bürgermeister in Neuenbrunslar war, hatte den Bau dieser Einrichtung vorangetrieben. „Er hat da ein ewiges Denkmal gesetzt“, sagt Heiko Fenzl vom Historischen Archiv Neuenbrunslar, das eine Ausstellung über Angersbach vorbereitet.

Das Neuenbrunslarer Dorfgemeinschaftshaus war das Zweite, das überhaupt in Hessen gebaut wurde. 1954 wurde es eröffnet, zeitgleich mit dem Neuenbrunslarer Kindergarten (heute Schützenhaus) - dem ersten kommunalen Kindergarten Hessens. Auch die Friedhofskapelle, der Sportplatz und die Gymnastikhalle entstanden während seiner Amtszeit. Und Angersbach war einer der ersten, der in seinem Ort eine Mittelpunktschule errichten ließ. „Er hatte Visionen“, sagt Heiko Fenzl. „Er wollte den Ort nicht nur verwalten, sondern weiterentwickeln.“

Nur ein Ziel hat Karl Angersbach nicht erreicht: Die Unabhängigkeit Brunslars konnte er nicht bewahren, der Ort wurde 1974 nach Felsberg eingemeindet.

Von Judith Féaux de Lacroix

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der HNA

Quelle: HNA

Kommentare