Land sagt Förderung für Ortsteile zu – Unklar ist, wofür und wieviel Geld es gibt

Neuental wird erneuert

An der maroden Kirchenmauer: Minister Dieter Posch mit Neuentals Bürgermeister Kai Knöpper und den Ortsvorstehern Wolfgang Völker, Frank Ravensburg und Herbert Naumann. Foto: Schittelkopp

Neuental. Die drei Neuentaler Ortsteile Bischhausen, Gilsa und Zimmersrode werden in das hessische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Die Freude war groß, doch wieviel Förderung die Dörfer bekommen und wofür das Geld verwendet werden soll, ist noch unklar.

Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch kam am Donnerstag persönlich ins Dorfgemeinschaftshaus nach Zimmersrode und überreichte an Bürgermeister Kai Knöpper die Zusage für das Dorferneuerungsprogramm – zwei Seiten mit Text gefüllt, in denen doch nichts steht.

„Wir werden das Geld nach Bedarf verteilen.“

Kai Knöpper

Die Dorferneuerung dient in Hessen dazu, kleine Ortschaften attraktiver zu machen. Dorfzentren sollen gestärkt und die Infrastruktur verbessert werden, um so zu verhindern, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen. Die Neuerung im Fall Neuentals ist, dass gleich drei Ortsteile Geld über dieses Programm erhalten. Normalerweise bekommt nur ein Dorf aus einer Gemeinde die Landesunterstützung.

Bischhausen, Gilsa und Zimmersrode sollen nun zukünftig eng zusammenarbeiten. „Die Infrastruktur des Nachbardorfes kann mit übernommen werden“, sagt Wirtschaftsminister Dieter Posch. Das soll heißen: Gibt es bestimmte Einrichtungen in allen drei Teilen, wird sie in Zukunft nur noch ein Dorf haben.

In welcher Höhe die Dörfer nun gefördert werden, steht noch nicht fest. Dies hänge von den Landesfinanzen ab, erklärte der Minister. Derzeit erhalten die Gemeinden 900 000 bis 1,2 Millionen Euro jährlich. Ein Drittel des Geldes für die Umbauten kommt aus der Gemeindekasse. Dies hänge von den finanziellen Mitteln der Orte ab, so Dieter Posch.

„Wir werden das Geld nach Bedarf in den Ortsteilen verteilen“, sagt Bürgermeister Knöpper. Nun müssen die Ortsvorsteher ein Konzept erarbeiten, was in ihren Dörfern verbessert werden soll. Bis wann das erarbeitet wird, ist ebenfalls noch unklar. Ein Schandfleck ist aber die alte Schule und die Kirchenmauer in Zimmersrode, so Knöpper. „Wir haben erst vor zwei Wochen von der Förderung erfahren“, sagte er.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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