Neuer Blick auf Land und Leute

Radler erkundeten den Bahnradweg

Treysa. Besser hätte das Wetter zur HNA-Radtour am Donnerstagnachmittag kaum sein können: 30 Radler starteten unter der Regie der Mitglieder des Radsportvereins Einigkeit an Haaße Hügel, nicht weit vom Bahnhof Treysa, zur Testfahrt auf dem neuen Bahnradweg.

Ambitionierte Fahrer, aber auch Hobbyradler kamen auf ihre Kosten. Es gab – je nach Kondition – zwei Gruppen, an die sich die Radler anschließen konnten.

Renate und Rudi Kruse aus Homberg nutzten die Tour, um ihre Radsaison zu eröffnen: „Das neue Teilstück ist toll.“ Vielfahrer und Radsportler Paul Knoch lobte die Übergänge an den Straßen, die neue Weg kreuzt, „aber man muss doch einige Radfahrer daran erinnern, dass ein Stoppschild auch wirklich anhalten bedeutet.“ Die Umsetzung sei besser als in Korbach: „Da gibt es Poller. Und die sind nicht ganz ungefährlich. Die Sturzgefahr ist höher.“ Heinz Wagner aus Treysa freute sich über die ganz neuen Blicke auf die Dörfer. Der Weg durch die Wälder sei mit seinen schattigen Plätzen traumhaft.

Wunderbar eben

Kaum bemerkbar machen sich die Übergänge, waren sich Vanessa Schnücker und Kathrin Thiel aus Treysa einig. Sie testeten mit ihren Töchtern Noa und Nele, beide zweieinhalb, die Strecke. Der Weg sei wunderbar eben, die Fahrbahn perfekt – „nicht nur für Radler, auch für Inliner.“

Helwig Klippert aus Riebelsdorf berichtete, dass Radfahrer an manchen Stellen Vorfahrt hätten – etwa in Höhe des Betriebsgeländes der Firma Freudenberg in Treysa. „Das finde ich gut. Ein Autofahrer musste hier bremsen.“ Gerlinde Scheele war extra aus Borken angereist, um die Tour zu fahren. „Ich wollte mich schlau machen, ob ich den Weg auch mit den Enkeln fahren kann“, erzählt sie.

Mit dem Zug aus Wabern

Herta Neuhaus kam per Zug aus Wabern zur HNA-Radtour: „Allein wäre ich den Weg wahrscheinlich nicht gefahren. Die Gruppe bietet eine gute Gelegenheit zu einer Testfahrt“, sagte sie. Gern sei sie mit ihrem Mann in der Region unterwegs: „Wir werden auf jeden Fall mit dem Rad wiederkommen“, lautete ihr Fazit. Sie habe besonders die schöne Landschaft genossen: „Gut gefallen hat mir auch die Kunst am Radweg.“ Mitfahrer Karl Theis freute sich über die vielen Möglichkeiten zum Verweilen: „Die Gastronomie hat nicht geschlafen.“

Viel Sehenswertes liege an der Strecke, etwa der Steinwald und die Nikolaikirche in Neukirchen oder die Steinmühle in Ottrau-Schorbach. Und man habe einen perfekten Blick auf den Eisenberg. „Aber ich wünsche mir, dass Spaziergänger ihre Hunde anleinen.“

Radler testen den Bahnradweg

Die Radler erkundeten die Gegend bis Oberaula, einige fuhren eine Schleife in den Ferienpark und zum Golfplatz Hausen. Nach bis zu viereinhalb Stunden trudelten alle wieder auf Haaße-Hügel ein – mit vielen neuen Eindrücken aus der schönen Schwalm.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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