Freiherr von Dörnberg´sche Stiftung lässt Turm auf Hessens höchster Höhenburg sanieren

Neuer Boden im Rittersaal

Arbeiten im historischen Gemäuer: Der Boden im Rittersaal der Burg Herzberg wurde in den vergangenen Monaten abgedichtet und neu gepflastert. Foto:  privat

Breitenbach/H. Nahezu abgeschlossen ist die Sanierung des Rittersaals der Burg Herzberg bei Breitenbach. In den vergangenen Monaten hatte die Freiherr von Dörnberg’sche Stiftung, in deren Besitz Hessens höchste Höhenburg ist, den Rundturm, in dem sich die Reste des heute unüberdachten Festsaales befinden, komplett sanieren lassen.

Dazu sei das Mauerwerk des Turmes von innen und außen gesichert und neu ausgefugt worden, berichtet Burghauptmann Jürgen von Dörnberg. „Dabei durften die Arbeiter wegen des Denkmalschutzes keinen Kompressor verwenden“, erklärte er weiter. Zudem seien Hohlräume im Mauerwerk ausgespritzt worden, so dass sich dort kein Wasser sammelt und im Winter Frostrisse entstehen könnten.

Zuguterletzt dichteten die Arbeiter den Boden der offenen Rittersaalruine ab, damit kein Wasser mehr in den darunterliegenden Turm eindringt. Gut 48 000 Euro hat die Sanierung im Bereich des Rittersaals insgesamt gekostet. Rund 32 000 Euro davon kommen aus Förderprogrammen des Bundes, 7500 Euro steuerte das Land Hessen bei. Den Rest übernimmt die Dörnberg’sche Stiftung.

Die von Heinrich von Romrod Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Burg befindet sich seit 1477 ununterbrochen im Besitz der Freiherren von Dörnberg. Wann die Sanierung in anderen Bereichen der Burg fortgesetzt wird, hängt nach Auskunft des Burghauptmanns noch von der Bewilligung weiteren Fördergeldes ab.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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