Ein neuer Weg für Fußgänger dank Tunnelbau an A49

Frankenhain. Für den Bau des Tunnels der A49 bei Frankenhain wurden riesige Erdmassen bewegt. Damit die wegtransportiert werden konnten, wurden Feldwege geteert, die nun von Fußgängern genutzt werden können.

Die Baustraße

Die sogenannte Baustraße sei parallel zum Tunnel gebaut worden, sagt Reinhart Darmstadt, Ortsvorsteher von Frankenhain. Feldwege, die ursprünglich nur landwirtschaftlich genutzt wurden, habe man befestigt, um die vielen Erdmassen von der Baustelle zu bringen. Etwa 100 000 Kubikmeter Erde seien von dort wegtransportiert worden, bestätigt Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil. Ohne eine Befestigung hätten die Baustellenfahrzeuge die Straßen zerstört, sagt Darmstadt.

Zusätzlich gibt es auf der Strecke Ausfahrbuchten, damit die Lastwagen aneinander vorbeifahren können. Zum Tunnel führe diese Straße aber keineswegs. „Der Weg, der zum Tunnel führt, ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt.“ Der Fußgängerweg

Die Straße, die den Baufahrzeugen dient, könne zum Teil schon jetzt begangen und von Fußgängern genutzt werden, sagt Darmstadt. Denn auch nach Beendigung der Arbeiten an Tunnel und Autobahnanschluss solle der Weg bestehen bleiben, sagt der Ortsvorsteher. Das bestätigt auch Lecher: Die Ausweichbuchten werden wieder zurückgebaut. Der Weg selbst bekommt dann noch eine Asphaltdecke. Der Hauptweg zwischen Frankenhain und dem Tunnel sei etwa einen Kilometer lang, sagt Lecher.

Der Rettungsweg

Nur ein kleiner Teil der Baustraße ist mit einem Zaun abgesperrt und verhindert so, dass Kinder dort spielen oder Frankenhainer mit ihrem Hund spazieren gehen. An diesem Abschnitt sei eine Ausfahrt für Rettungsfahrzeuge geplant, die Baustraße führt dort bisher ins Nichts.

Dieser zweite Weg werde ebenfalls noch ausgebaut, asphaltiert und anschließend an die Stadt übergeben, sagt Lecher. Wenn der Bau der Katzenbachbrücke zwischen Frankenhain und Rommershausen begonnen hat, soll die Straße jedoch eher nicht für Bautransporte genutzt werden. „Der Hauptverkehr soll dann durch den Tunnel fahren, damit die umliegenden Orte nicht belastet werden.“

Die Straße oberhalb des Tunnels, die schon begangen werden kann, sei während der Bauarbeiten kaum von Fußgängern genutzt worden, sagt Darmstadt. „Als die vielen Erdmassen bewegt wurden, war das viel zu gefährlich.“

Quelle: HNA

Kommentare