Weiterer Bau für Ziegenhainer Gefängnis: Künftig 70 statt 34 Sicherungsverwahrte?

Ziegenhainer Gefängnis

Schwalmstadt. Nachdem das Justizministerium sich gegenüber der HNA nicht zu Plänen über die neue Gestaltung der Sicherungsverwahrung im Ziegenhainer Gefängnis äußern wollte, kamen Details über die Zukunft dieser Abteilung während der Sitzung des Schwalmstädter Parlaments an den Tag.

Klaus-Ulrich Gielsdorf (FWG) hatte Informationen über einen Erweiterungsbau der Justizvollzugsanstalt Ziegenhain für 50 weitere Sicherungsverwahrte gefordert. Bürgermeister Wilhelm Kröll erklärte dazu, dass er sich vor einer Woche mit Staatssekretär Rudolf Kriszeleit darüber ausgetauscht und den Magistrat bereits informiert habe.

Parkplatz im Visier

Es gäbe Pläne, statt bisher 34 künftig 70 Sicherungsverwahrte in Ziegenhain unterzubringen. Als Bauplatz für das notwendige neue Gebäude sei der derzeitige Parkplatz der JVA-Bediensteten im Gespräch. Bedenken Krölls wegen möglicher Beeinträchtigungen im Bereich Paradeplatz habe der Staatssekretär zerstreut. Die Zuwegung würde am inneren Wallgraben verlaufen. Kriszeleit habe zugleich betont, dass die Pläne in den kommenden sechs Monaten zunächst geprüft werden. Kröll betonte, es sei ihm ein Anliegen, dass die Öffentlichkeit informiert wird.

Hintergrund: Spätestens in vier Monaten wird ein Urteil aus Karlsruhe zur Sicherungsverwahrung vorliegen. Für das Ziegenhainer Gefängnis könnte das bedeuten, dass die Abteilung im Gefängnistrakt nicht mehr ausreichend ist und die gefährlichen Straftäter in einer gesonderten Einrichtung untergebracht werden müssen. (aqu/syg)

Quelle: HNA

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