Neuer Geschäftsführer der Stiftung Altersheim in Wolfhagen über seine Pläne

Hat viel vor an seinem neuen Arbeitsplatz: Peter Grunwald will sich vor allem um die Qualitätssicherung und die Mitarbeitergesundheit kümmern. Foto: Schockenhoff

wolfhagen. Marathonlaufen ist eine Leidenschaft des neuen Geschäftsführers der Stiftung Altersheim, Wolfhagen, Peter Grunwald. Beim Laufen könne er sich entspannen und seine Gedanken ordnen, erklärt der 49-Jährige.

Seine Ausdauer könnte ihm in der nächsten Zeit sehr nützlich sein: In seiner neuen Position muss er sich in viele Abläufe erst einmal einarbeiten.

Doch Grunwald sieht positiv in die Zukunft. Die Mitarbeiter hätten ihn gut empfangen und der Vorstand unterstütze ihn nach Kräften.

Einen Großteil seiner Aufmerksamkeit will Grunwald der Personalentwicklung und vor allem der Gesundheitsförderung der Belegschaft widmen. 63 Prozent der Mitarbeiter der Stiftung sind über 50 Jahre alt. Der Altersstruktur müsse sich die Gestaltung der Arbeit anpassen, um Ausfällen entgegen zu wirken. Pflegehilfsmittel, die die körperliche Arbeit erleichtern, seien dabei eine Möglichkeit. „Wir könnten auch über andere Arbeitszeitmodelle nachdenken“, sagt Grunwald.

Intensiv kümmern will sich der neue Geschäftsführer auch um das Qualitätsmanagement der Stiftung. Unter anderem damit war er bei seiner vorherigen Arbeitsstelle, der ASB Wohn- und Pflege GmbH Lohfelden, zehn Jahre lang betraut. Der Preis sei oft das bestimmende Argument bei der Wahl einer Pflegeeinrichtung. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir also die Preise moderat halten. Gleichzeitig möchte ich aber die Qualität der Pflege und unserer Angebote erhöhen.“

Auch die Weiterbildung der Mitarbeiter sei wichtig. Fachkräfte, die zum Beispiel Demenzkranke qualifiziert betreuen können, seien ein Pfund, mit dem man wuchern könne. Entscheidend ist laut Grunwald die Zufriedenheit der Mitarbeiter. „Wenn die Mitarbeiter nach außen tragen, dass sie auch selbst gerne unsere Einrichtungen nutzen oder hier einziehen würden, dann haben wir den richtigen Punkt erreicht.“

Einbinden in Entscheidungsprozesse möchte Grunwald die Angehörigen der Bewohner des Wohnheims sowie diejenigen, die den Sozialpflegedienst und das Betreute Wohnen nutzen. Diese könnten zum Beispiel den Umzug begleiten, bei der Gestaltung des Pflegeplans mit Informationen oder von Feierlichkeiten in der Einrichtung helfen. Die Familien der Bewohner sollen das Gefühl bekommen, gehört zu werden.

Themen wie die Patientenverfügung oder das Betreuungsrecht würde Grunwald gerne zum Gegenstand von Informationsabenden machen. Familienangehörige könnten die Einrichtung besser kennenlernen und Rat in schwierigen Fragen bekommen.

Quelle: HNA

Kommentare