Kirchenleitung vermittelte direktes Gespräch der Betroffenen

Neuer Gütetermin nach Hephata-Kündigung

Fritzlar/Treysa. Nach der fristlosen Kündigung von Annemarie Fießler, ehemalige Leiterin der Hephata-Sozialpsychiatrie in Fritzlar, gibt es nun einen neuen Anlauf für eine Einigung. Fießler und Hephata-Direktorin Barbara Eschen würden sich zu einem persönlichen Gespräch treffen, sagte Sabine Kropf-Brandau, Pröpstin des Sprengels Hersfeld, auf Anfrage der HNA.

Hintergrund war ein mehrtägiger Besuch von Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, im Kirchenkreis Fritzlar.

Bei diesem war es am Rande eines Empfangs zu einem Gespräch zwischen Fießler, Bischof und Pröpstin gekommen. Die ehemalige Leiterin der Sozialpsychiatrie hatte darum gebeten, direkt mit Eschen sprechen zu können, erläuterte Kropf-Brandau. Darauf hätten sich nun beide Seiten geeinigt. Die jeweiligen Anwälte und ein Mediator sollen beim Gespräch mit dabei sein.

In der Region hatte die Kündigung der langjährigen Mitarbeiterin kurz vor Weihnachten für Unmut gesorgt. Die Kündigung war vom Arbeitsgericht abgewiesen worden, allerdings ist inzwischen eine zweite Kündigung anhängig.

Das Thema habe die Kirchenleitung stark beschäftigt, sagte Kropf-Brandau, die auch im Hephata-Aufsichtsrat sitzt. Sie sei von den Vorgängen sehr betroffen, sagte die Pröpstin des Sprengels Hersfeld, denn es habe „große Verletzungen“ gegeben, nun setze sie auf das Gespräch: „Ich hoffe sehr, dass das zu einer Deeskalation führt.“

Das Diakoniezentrum Hephata hatte Annemarie Fießler unter anderem Arbeitszeitbetrug wegen einer Aufräumaktion vorgeworfen. Diese, so argumentiert die Gegenseite, sei im Vorjahr noch genehmigt gewesen. Auch von Spendenbetrug war im Streit um die Kündigung die Rede, Fießlers Rechtsanwalt Sven Feuerhahn sprach hingegen von einer Art Kaffeekasse.

Quelle: HNA

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