Dreieinhalb Kilometer durchs Beisetal

Neuer Informations- und Waldlehrpfad eröffnet

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Geschafft: Viele packten mit an, damit der neue Informations- und Waldlehrpfad zwischen Niederbeisheim und Rengshausen fertig wurde.

Niederbeisheim. „Es ist mehr als nur ein Waldlehrpfad“, freute sich Jörg Müller, Bürgermeister von Knüllwald, bei der Eröffnung des neuen Informations- und Waldlehrpfades Beisetal.

Auf einer Strecke von dreieinhalb Kilometern zwischen Niederbeisheim und Rengshausen stellt der neu gestaltete Wanderweg sowohl Landschaftsgeschichte als auch Naturnutzung an 14 Stationen dar.

Wetterfeste Sammelkästen mit Faltblättern stehen in Rengshausen, Niederbeisheim und an der Fußgängerbrücke über die Beise bereit und informieren über Besonderheiten wie die Streuobstwiesen oder die Grenzsteine, die das ehemalige „Quart“ der Landgrafenschaft Hessen markierten. Stationen sind auch der Bahndamm der Strecke zwischen Berlin und Koblenz sowie der Lärchengarten mit Hessens höchsten Lärchen.

Viel wissenswertes erfahren die Spaziergänger über den Wald beispielsweise über die Funktion der Waldränder und die Geschichte der Forstwirtschaft. Für die Kinder gibt es einen Wasserspielplatz, an dem Wasser aus der Beise empor gepumpt und in Rinnen in den Bach zurückgeleitet wird. An seichten Stellen können Fußgänger die Gewässer überqueren, anstelle der alten Brücke gibt es eine Furt. Die Senioren der Feuerwehr bauten eine Brücke für alle, die ohne Gummistiefel unterwegs sind.

Parkplätze wurden angelegt, um Besuchern den Einstieg in den Weg zu erleichtern. Bänke laden zum Ausruhen ein und wer sich mehr bewegen möchte, kann auf dem Hutewaldweg weiter laufen oder den Weg als Teil des Beisetal-Radweges in Angriff nehmen. Weitere Sehenswürdigkeiten im 17 Kilometer langen Tal der Beise sind das Bienenmuseum und 26 alte Mühlen.

Der ehemalige „Waldlehrpfad Rommelsberg“ aus dem Jahre 1969 ist einem modernen Erlebnispfad gewichen: Im Internet können sich die Besucher informieren und die digitalen Erlebnisse in der freien Natur erfahren, sagte Ralf Apel vom Forstamt Neukirchen. Das Forstamt gehörte neben der Gemeinde Knüllwald, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Knüll-Touristik zur Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Hardi Limeroth, die sich zum Ziel gesetzt hatte, den Waldlehrpfad zu beleben.

Es sei nicht einfach gewesen, alle Interessen unter einen Hut zu bringen, sagte Bürgermeister Müller. Doch nach längerer Planung waren viele Frauen und Männer dabei, als innerhalb eines Jahres die Pläne umgesetzt wurden.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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