Neuer OP-Trakt fertig: Modern und völlig rein

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Es werde Licht: Dr. Carsten Bismarck, Chefarzt der Chirurgie, zeigt die Hightech-Beleuchtung der neuen OP-Säle.

Fritzlar. Knapp 30 Jahre alt sind die alten Operationsräume des Fritzlarer Hospitals zum Heiligen Geist. Jetzt wurde ein neuer Anbau in der Martinsgasse eingeweiht.

Neben drei Operationsräumen auf zwei Stockwerken gibt es dort auch Raum für die neue Zentralsterilisation. 7,5 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Als dritter Bauabschnitt schließt er die Neustrukturierung des Fritzlarer Krankenhauses ab.

Seit 1995 wurden alle Patientenzimmer, sämtliche Funktions- und Diagnostikbereiche inklusive OP und Sterilisation, die Krankenwagenzufahrt und die Küche aufwändig renoviert. Geplant sei die Inbetriebnahme der neuen OP-Räume Mitte Mai, erklärte Geschäftsführer Harald Umbach.

Derzeit liefen noch die letzten Kontrollen für die Abnahme der Räume, auch die Logistik werde überprüft, damit alles richtig getaktet sei für den Start. Die alten OP-Säle sollen nicht geschlossen werden, sondern später beispielsweise für ambulante Operationen zu nutzen sein.

Alles in einer Box: Dr. Andreas Hettel, Chefarzt der Anästhesie, zeigt die Box, die den Patienten begleitet und seine Daten schnell in jeden Computer transportiert.

Die drei neuen Operationsräume für Unfallchirurgie und Prothetik, Gynäkologie sowie Bauchchirurgie und allgemeine Chirurgie bieten Operateuren und Patienten den neuesten Stand der Technik. Mit der Belüftungsanlage werden 8500 Kubikmeter Luft pro Stunde durch Membranplatten in der Decke über dem Operationstisch gefiltert; so wird die Raumluft steril.

Das sei beispielsweise für Operationen an Knochen gut, bei denen ein hoher Reinlichkeitsgrad benötigt werde, erklärte Dr. Carsten Bismarck, Chefarzt der Chirurgie. Die neuen OP-Tische sind nicht nur weich gepolstert, sondern auch bis 250 Kilo belastbar, damit auch extrem übergewichtige Patienten operiert werden können.

Die Beleuchtung lässt sich in der Lichtfarbe anpassen, die Lampe misst mit einem Laser den Abstand bis zum Patienten und richtet die Lichtquelle passend aus. Auf Monitoren können die Mediziner die Operation verfolgen, Kameras liefern Bilder von der Wunde und der endoskopischen Perspektive.

Die Daten jedes Patienten werden im Computersystem gespeichert und können zentral abgerufen werden. Zu jedem Operationsraum gehören ein Raum, in dem der Anästhesist die Narkose einleitet, sowie zwei Türen zum Ein- und Ausschleusen der Patienten.

Der neue Aufwachraum ist mit sechs Betten doppelt so groß wie bisher. Zum neuen Operationstrakt gehören ferner eine gewärmte Schleuse, Personal- und Umkleideräume, Sanitär- und Duschanlagen, Räume für unbenutztes und benutztes Besteck – die per Fahrstühle mit der Sterilisation verbunden sind.

• Tag der offenen Tür: Samstag, 28. April, 11 bis 16 Uhr. Besichtigung der neuen OPs, Informationen, Implantate und Instrumente zum Anfassen, Teddy-Klinik und vieles mehr.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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