Neuer Personalausweis: Es hakt bei der Vorbereitung in den Rathäusern

Schwalm-Eder. Ab dem 1. November stellen die Einwohnermeldeämter im Kreis nur noch den neuen elektronischen Personalausweis aus. Für die Stadt- und Gemeindeverwaltungen bedeutet die Umstellung auf das neue Dokument einen erheblichen Aufwand.

„Es musste viel neue Technik angeschafft werden“, erklärt Helmut Wagner, Leiter des Homberger Ordnungsamtes. Neben neuen Scannern, Druckern und Bearbeitungsterminals musste auch neue Software installiert werden.

Zudem wurden inzwischen die meisten zuständigen Rathausmitarbeiter geschult. Für die Melsunger Mitarbeiter allerdings sei der Schulungstermin ausgefallen, berichtet Renate Ellrich vom Melsunger Bürgerbüro: „Bei dem Softwaredienstleister sind Mitarbeiter erkrankt.“

Auch in der Technik-Testphase für den neuen Ausweis klappt in einzelnen Rathäusern noch nicht alles so, wie es soll. „Der Testlauf verläuft bis jetzt etwas schleppend“, sagt Peter Lütting von der Stadtverwaltung Fritzlar. Das bestätigt Barbara Lehmann vom Bürgerbüro Felsberg. Dort habe der Testlauf überhaupt nicht stattgefunden. „Mitursache ist sicherlich, dass bei uns gleichzeitig ein neuer Hauptserver installiert wurde“, erklärt sie.

Barbara Bätz vom Bürgerbüro Schwalmstadt rechnet mit einem deutlich höheren Zeitaufwand für die Antragsbearbeitung. Für den bisherigen Ausweis sei dies in vier bis fünf Minuten zu erledigen gewesen, beim neuen Dokument werde das mehr als 20 Minuten in Anspruch nehmen.

„Die Menschen müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen“, ist sich der Fritzlarer Rathausmitarbeiter Lütting sicher. Denn neben den Antragsformalitäten müssten die Bürger auch genau über den Ausweis informiert werden.

Neu sei zum Beispiel: Im Fall eines Verlusts kann nur jene Behörde den Ausweis sperren, die ihn auch ausgestellt hat. Zur Sperrung der elektronischen Funktionen gibt es als Soforthilfe außerdem eine Telefon-Hotline.

Quelle: HNA

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