Neuer Pfarrer, neue Kirche: Bernt Loose übernimmt Pfarrstelle

Kirche mobil: Der Udenborner Kirchenvorstand geleitete am Ostersonntag den neuen Pfarrer Bernt Loose (links) zu seiner Einführung in die Kirche. Von links Pfarrer Loose, Robert Störmer, Karin Richter, Kurt Richter, Elke Schminke und der Fritzlarer Dekan Dr. Helmut Umbach. Zusammen trugen sie viele kirchliche Utensilien in die frisch renovierte Udenbörner Kirche. Foto:  Büchling

Udenborn. Die evangelische Udenbörner Kirchengemeinde feierte am Ostersonntag einen ganz besonderen Gottesdienst: Pfarrer Bernt Loose wurde in sein Amt als neuer Seelsorger eingeführt, und zugleich freuten sich die Udenbörner über die abgeschlossene Innenrenovierung ihres Gotteshauses.

Pfarrer Loose ist kein Unbekannter: Er betreut das Kirchspiel Obermöllrich, Cappel und Zennern und hatte bereits die Vertretung in Udenborn übernommen.

Da die Kirchengemeinden Arnsbach und Kerstenhausen mit Kleinenglis ein Kirchspiel bilden wollten, musste Udenborn vom Schwalmtal ins Edertal wechseln. Da Pfarrer Loose bereits die Vertretungsregelung in Udenborn übernommen hatte, wurde man sich mit den Nachbarkirchenvorständen schnell einig.

Dekan Dr. Helmut Umbach sagte, dass im Rahmen des Projektes „Zukunftsfähige Pfarrstelle“ – die ev. Landeskirche muss sparen – diese Anpassung passiert sei.

Kurt Richter vom Kirchenvorstand erläuterte den Anwesenden die Kirchengeschichte Udenborns. 500 Jahre bildete Udenborn zusammen mit Kleinenglis ein Kirchspiel. „Die vergangenen 14 Jahre haben wir sehr gut mit dem sehr engagierten Pfarrerehepaar Sebaß zusammen gearbeitet“, betonte er. Aber auch die Strukturen im Kirchenkreis, benötigten auf Grund der demografischen Veränderungen eine neue Ausrichtung. „Es geht nicht an, dass für immer weniger Kirchenmitglieder die gleiche Anzahl an Kirchstellen aufrecht gehalten werden kann“, sagte Richter.

Kurt Richter dankte den Kirchenvorstandsmitgliedern, die sich nicht nur um alle Gutachter und Architekten, sondern auch um die Handwerker bei der Umsetzung der Renovierungsarbeiten in der Kirche gekümmert hatten.

Die finanzielle Belastung für die kleinste Kirchengemeinde im Kirchenkreis beläuft sich auf über 20 000 Euro. Dies sei der gesamte Etat von zwei Jahren, sagte Richter. Mit bereits eingegangenen Spenden hofft der Kirchenvorstand, etwa 40 bis 50 Prozent finanzieren zu können. Mit einem Kuchenbüffet feierten die Einwohner die Einführung von Pfarrer Loose und die Renovierung. (zpb)

Quelle: HNA

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