Angebot von Frühjahr bis Herbst am Festplatz

Neuer Platz für zwölf Wohnmobile in Fritzlar 

Fritzlar. Fritzlar bekommt nun doch zwölf Wohnmobil-Stellplätze am Festplatz in der Ederau. Die Stadtverordneten beschlossen das am Donnerstag bei einer Enthaltung gegen die Stimmen der Grünen-Fraktion.

Der Antrag eines Investors aus Geismar, zwischen Schützenhaus und Freibad die Plätze einzurichten, war bei einem ersten Versuch vor eineinhalb Jahren gescheitert, wie Peter Kuttelwascher (Planungsausschuss) in Erinnerung rief. Damals hatte die Idee keine Mehrheit im Stadtparlament gefunden.

Das war diesmal anders; nicht zuletzt, weil man jetzt mehr Informationen über die Planung habe, wie Martin Hannappel (SPD) sagte. Er sei glücklich über das bürgerschaftliche Engagement, das den Tourismus voranbringen werde.

Dr. Hans-Gerhard Heil (CDU) verwies auf eine Unterschriftensammlung für das Projekt bei Fritzlarer Geschäftsleuten. Dass daran Dr. Ulrich Skubella, ehemaliger Anästhesist im Fritzlarer Krankenhaus, mitgewirkt hatte, verleitete Bürgermeister Hartmut Spogat zu einem amüsanten Seitenhieb. Er hoffe doch, dass bei der Sammlung der Unterschriften keine Geschäftsleute betäubt worden seien.

Grünen sehen Gefährdung

Die Grünen bleiben bei ihrer Ablehnung. Die zwölf Fahrzeuge, die dort maximal stehen könnten, würden das Bild nicht gerade verschönern, sagte Peter Kuttelwascher für seine Fraktion. Er befürchte eine Beeinträchtigung für das Nahererholungsgebiet. Die Abstimmungsniederlage nehme man aber demokratisch: „Wir wissen, wenn wir verloren haben.“

Die Stellplätze werden nur von Frühjahr bis Herbst betrieben. Auf dem Grund, der der Stadt Fritzlar gehört, will der Investor Versorgungssäulen errichten, die notwendigen Kabel und Leitungen gebe es bereits, sagte Spogat.

Refinanziert werden soll die Investition durch Tagesgebühren für die Wohnmobilisten. Sie sollen, wie am Grauen Turm, sieben Euro betragen. (ode)

Quelle: HNA

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