Neuer Putz für Klosterkirche - Bauarbeiten beginnen nach Ostern

Das Kloster Haydau und seine Kirche: So wie der Putz am Gebäude links soll auch der am Gotteshaus aussehen. Fotos:  Müller-Neumann

Altmorschen. Gleich nach Ostern soll an den drei Seiten der Klosterkirche Haydau ein Gerüst aufgestellt werden. Zügig soll damit begonnen werden, die Außenmauern neu zu verputzen. Zugleich sollen die beiden Seiten, auf denen sich tiefe senkrechte Risse gebildet haben, gesichert werden.

Bis August, sagt Pfarrer Jörn Schlede, soll die Restaurierung beendet sein - dann, wenn auch das Domänengebäude als Teil des Seminarzentrums von B. Braun und das Hotel fertiggestellt sein werden.

„Donnerschlaglaut“, so hatte Schlede schon in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Kloster Haydau gesagt, habe das Landeskirchenamt der Restaurierung nach nur einem Jahr zugestimmt.

Das hat seinen Grund: Die Familie von Ludwig Georg Braun und das Unternehmen spenden 65 000 Euro, weitere 20 000 Euro kommen von der Familie und der Straßenbaufirma Franke. Aus weiteren Privatspenden stammen 15 000 Euro. Der Förderverein Kloster Haydau gibt 15 000 Euro dazu und wird jeden weiteren gespendeten Euro verdoppeln. Am 10. Juni soll es eine Veranstaltung zugunsten der Restaurierung geben. Angesichts so viel Engagements stimmte das Landenkirchenamt ungewöhnlich schnell den auf 300 000 Euro geschätzten Arbeiten zu.

Somit konnte man sich auch für die teuerste, langfristig aber wohl kostengünstigste Variante entscheiden. Am billigsten wäre es gewesen, die Fassade nur aufzufrischen. Nun sollen die Ecksteine nach der Reinigung frei bleiben, die Mauersteine dazwischen werden verputzt. Am Ende sollen Kloster und Kirche optisch aneinander angepasst sein.

Dort, wo der Putz noch in Ordnung ist, soll er erhalten bleiben. Das ist unterhalb der Regenrinnen der Fall. Dieser Putz stammt aus der Zeit des Landgrafen Moritz. (bmn)

Quelle: HNA

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