Heinecke-Porstmann und Schmidt zuständig für Kinderpatenschaften

Mit frischem Schwung ins Amt: von links Vereinsvorsitzender Emmanuel Goujard, die beiden neuen Beauftragten für die Kinderpatenschaften in Koudougou, Alexander Schmidt und Christiane Heinecke-Porstmann, sowie Günther Potyka, zuständig für Projekte außerhalb der Kinderpatenschaften. 50 Kinder stehen derzeit auf der Warteliste für eine Patenschaft. Foto:  Müller-Neumann

Melsungen. Die Pateneltern der 430 Patenkinder in Koudougou haben neue Ansprechpartner: Alexander Schmidt und Christiane Heinecke-Porstmann haben die Aufgabe übernommen. Die Stelle der Kinderpatenschaftsbeauftragten im Partnerschaftsverein Melsungen war einige Monate unbesetzt.

Zuletzt hatte sich Hartmut Brübach darum gekümmert, nachdem seine Frau Annemarie überraschend in Koudougou gestorben war.

Die Patenschaften für Kinder in Melsungen Partnerstadt Koudougou (Burkina Faso) sind in 20 Jahren längst zu einem Selbstläufer geworden. Zweimal im Jahr überweisen die Pateneltern mindestens 80 Euro für deren schulische oder berufliche Ausbildung auf ein Sammelkonto in Melsungen, über das Silke Haase wacht. Das Geld wird nach Burkina Faso transferiert und geht auf die Sparbücher der Kinder.

Damit alles seine Ordnung hat gibt es nicht nur das Team in Koudougou, sondern auch die Beauftragten in Melsungen. Wenn irgend möglich werden auch Alexander Schmidt und Christiane Heinecke-Porstmann zum Jahreswechsel – einem der beiden Auszahlungstermine – nach Burkina Faso fliegen.

Melsungens afrikanische Patnerstadt haben sie bei der Jedermann-Fahrt Ende 2010 kennen gelernt. Alexander Schmidt: „Es war ein tolles Erlebnis, und es war eine gute Gruppe.“ Als Kouilbi Yameogo, der lange Zeit bei B. Braun in Melsungen beschäftigt war, vor einem Jahr wieder einmal hier war, habe er gesagt, es müsse wieder mehr Schwung hineinkommen und gefragt: „Wer kann es machen?“

„Es ist ein reizvolle Aufgabe“, sagt Schmidt – auch dazu, dass es nun ein Team anpackt.

Vor allem die Kommunikation soll intensiviert werden. Die besteht im allgemeinen aus Briefen. Doch hier zeigt sich die sprachliche Hürde: Nicht alle Pateneltern können Französisch und sind auf Übersetzungshilfe durch den Verein angewiesen. Aber auch viele Patenkinder sprechen nur Moré und sind des Französischen nicht mächtig. Auch sie müssen sich eines Dolmetschers bedienen.

Von den Reisen nach Koudougou bringen die Beauftragten, Briefe, mitunter kleine Geschenke, auch die Zeugnisse und aktuelle Fotos der Kinder für die Pateneltern mit.

Sie können sicher sein, dass ihr Patenkind auch tatsächlich das Geld erhalten hat. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes System: Kein persönlich vorgestelltes Kind, kein Geld.

Nach Kindern, die an zwei Auszahlungsterminen nicht erscheinen, wird gesucht. Immer wieder verschwinden Kinder, beispielsweise weil die Eltern sterben und sie weit weg von Koudougou von Verwandten aufgenommen werden.

Hin und wieder gibt es auch das: Geld wird über Jahre nicht abgeholt. Das fließt dann in Projekte, zum Beispiel in den Kauf von Schulbänken.

Pateneltern, die ihrem Kind Extra-Geld überweisen wollen, müssen auf der Überweisung den kompletten Namen vermerken. Wegen oftmaliger Namensgleichkeiten soll eventuell eine Nummer für Transparenz sorgen. Aber das ist erst nur eine Idee. (bmn)

Konten: für die halbjährlichen Beiträge und Zusatzspenden an das Patenkind (Namen angeben): KSK Schwalm-Eder, BLZ 520 521 54, Konto 119 401 52; für Spenden zum Beispiel zugunsten des Waisenhauses oder der Gesundheitsvorsorge, Konto bei der KSK 110 103 11 www.partnerschaftsverein-melsungen.de

Quelle: HNA

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