Sparda-Band und Hessen-Forst: 5800 Bäume und Sträucher bei Völkershain gepflanzt

Neuer Wald schützt Klima

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Für die Umwelt: Leonie Lütteke, Mitarbeiterin der Spardabank, Stefan Heipel von Hessen-Forst und Wald-Mitarbeiter Michael Rubik pflanzten die Rotbuchen bei Völkershain.

Knüllwald. 5800 Bäume und Sträucher mehr als zuvor stehen nun im idyllischen Roßbachtal bei Völkershain in Knüllwald. Zurzeit sind sie noch kleine Pflänzchen, aber sie sollen wachsen und zu großen Rotbuchen und Ebereschen, Kastanien und Erlen reifen und in ihrer Lebenszeit etwa 450 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxides verschlingen.

Dieser Klimaschutzwald ist der zweite seiner Art, den Hessen-Forst und die Spardabank im Kreis anlegten. Die Aktion läuft seit November 2011.

Platz zum Grasen

Die zwei Hektar große Lichtung im Wald bei Völkershain wurde zur Hälfte bepflanzt. Neben den Laubhölzern zieren ein paar Obstbäume und Sträucher sowie Nadelhölzer die Fläche. „Ein Teil wurde bewusst ausgespart, weil er weiter zum Mähen für die Landwirtschaft genutzt werden soll, aber auch zum Grasen für die Wildtiere“, sagte Revierförster Roland Baumunk.

Das Gelände liegt mitten im FFH-Naturschutzgebiet in Knüllwald. Obwohl Knüllwald schon zu 60 Prozent bewaldet ist, sei eine zusätzliche Aufforstung ein Gewinn für die Umwelt, erläuterte Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller.

Sechs Projekte in Hessen

Das ist dann auch das große Ziel der gemeinsamen Aktion von Spardabank und Hessen-Forst. Sie schlossen sich vor zwei Jahren zusammen, um gemeinsam etwas gegen die Erderwärmung zu tun und die Wälder aufzuforsten.

Inzwischen wurden in sechs Projekten 25 000 Bäumen gepflanzt. „Bäume entnehmen beim Wachstum das Treibhausgas Kohlendioxid, das die Hauptursache der Klimaerwärmung ist“, erklärte Detlef Stys von Hessen-Forst. Sie fressen quasi das Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab. Deshalb nenne man diese zusätzliche Aufforstung Klimaschutzwald. Ein gewachsener Kubikmeter Holz entzieht der Atmosphäre 1,4 Tonnen Kohlendioxid. „Das stößt ein Auto aus, das sechs Liter auf 100 Kilometern verbraucht, wenn es 10 000 Kilometer fährt“, erklärte Stys.

Ein zusätzlicher Beitrag wird durch die Nutzung von Holz als Heizstoff erlangt. Im Gegensatz zum Heizen mit Öl fällt bei der Verbrennung von Holz nur einen Bruchteil (1/15) des Kohlendioxides an.

Ein Baum pro Mitglied

Finanziert wird der Klimaschutzwald durch die Spardabank Hessen. Für jedes neue Mitglied der Bank zwischen 2011 und 2013 hat sich die Bank verpflichtet einen Baum zu pflanzen. Das kostet etwa einen Euro pro Pflanzung.

Bislang wurden im Landkreis Flächen in der Gemarkung Oberaula am Eisenberg bepflanzt, in Hessen gibt es sechs solcher Wälder.

Quelle: HNA

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