Neuer Wein von Böddiger Berg bald erhältlich

Freuen sich über den neuen Wein vom Böddiger Berg: vorn von links Inge Fleischhut-Wolf vom Förderverein, Weinprinzessin und –königin Viktoria und Karina Hilgenberg, hinten von links Horst Rietschle und Ingo Lange vom Förderverein, Landrat Winfried Becker und Altbürgermeister Klaus Stiegel, Vorsitzender des Fördervereins. Foto: Schaake

Felsberg/Böddiger. Gute Nachricht für alle, die den fruchtigen Tropfen vom nördlichsten Weinberg Hessens lieben: Der neue Jahrgang vom Böddiger Berg ist abgefüllt und ab der zweiten Mai-Woche erhältlich.

Er schmeckt hervorragend. Das war das einhellige Urteil während der Präsentation des Vorstandes des Fördervereins Böddiger Berg im Burghotel Heiligenberg. Nach einer sehr guten Ernte gibt es diesmal rund 8000 Flaschen.

Zehn Tonnen Trauben

„Der neue Wein ist fruchtig, und hat einen abgerundeten Geschmack - typisch Böddiger Berg.“ Das sagt Altbürgermeister Klaus Stiegel, der Vorsitzende des Fördervereins. Er ist glücklich, dass endlich mal wieder eine größere Menge verfügbar sei. Das letzte Jahr gab es eine Rekordernte.

70 Weinleser hatten im Oktober zehn Tonnen Trauben geerntet. Im Jahr davor waren es bei 1,8 Tonnen nur 2250 Flaschen. 2013 dagegen waren 9,4 Tonnen eingefahren worden, und es gab 6900 Flaschen. Im besten Jahr Anfang des Jahrtausends waren es einmal 10 000 Flaschen gewesen. 6000 bis 8000 Flaschen braucht man laut Stiegel, um die Nachfrage zu erfüllen.

Viel Fruchtzucker

Der neue Wein ist nach den Worten Stiegels nicht ganz so trocken, wie man ihn bisher gewohnt ist. Der Grund: Der natürliche hohe Fruchtzuckergehalt sei beim Gärprozess weniger abgebaut worden. 76 Grad Oechsle - die Maßeinheit für das Mostgewicht des Traubenmostes - wurden voriges Jahr erreicht. Das ist laut Stiegel ein sehr hoher Qualitätsstandard. Im Jahr davor waren es nur 67 Grad Oechsle gewesen.

Der Geschmack

Der bisherige Rekordwert am Böddiger Berg liegt bei 80. Der neue Wein habe etwas ganz Apartes. Beim Abgang schmecke man die leichten Säuren, und die Blume habe wunderschönen Einstieg, sagte Stiegel. Origineller könne ein Böddiger Berg nicht sein.“

Sehr angenehm schmeckt der neue Jahrgang Landrat Winfried Becker.

Bester Wein bisher

Sparkassendirektor Ingo Lange vom Vorstand des Fördervereins: „Der beste Böddiger Berg, den wir je hatten.“ Inge Fleischhut vom Förderverein: „Fruchtig, spritzig, und immer noch Böddiger Berg.“ Horst Rietschle, der als Hüttenwart die bei Weinberg-Besuchern und Wanderern sehr beliebte neue Schutzhütte betreut: „Der Wein schmeckt wurderbar.“ Die Weinkönigin und Weinprinzessin, Karina und Viktoria Hilgenberg, sagen: „Schmeckt sehr angenehm - das ist unser Böddiger Berg.“

Nächstes Jahr gibt es wieder Sekt

In diesem Herbst rechnet der Förderverein Böddiger Berg mit einer guten Ernte am Südhang oberhalb der Ems.

Der Weinberg sei in einem hervorragend gepflegten Zustand, sagte Fördervereins-Vorsitzender Klaus Stiegel. Zum Glück seien die Knospen noch relativ geschlossen. Das sei angesichts der Nachtfröste der vergangenen Tage ein großer Vorteil. „Wenn das Grün der Blätter rauskommt, ist die Frostempfindlichkeit am größten“, erläutert Klaus Stiegel, „wir hoffen, dass es im Mai endlich ein Ende hat mit den kalten Tagen und Frösten.“

Fragezeichen beim Schnaps

Erstmals nach zwei Jahren hatte es 2014 wieder Sekt gegeben. 760 Flaschen sind noch da - für zwölf Euro die Flasche. Fällt die Ernte in diesem Jahr gut aus, wird es nach Angaben Stiegels auch wieder Sekt geben. Wann der Förderverein mal wieder den beliebten Schnaps produziert, ist noch offen. Das hänge von den Trauben und der Menge ab, sagt Stiegel. Die jüngste Schnapsproduktion fällt in das Jahr 2003.

Flasche für Steinmeier

62 Flaschen sind noch zu haben. Landrat Winfried Becker hatte vor drei Jahren noch eine eiserne Reserve. Die letzte Flasche hatte er Franz-Walter Steinmeier geschenkt, als der SPD-Politiker in Gudensberg war. (m.s.)

Quelle: HNA

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