Neuer Wohnmobilplatz: Stadtverordnete machten den Weg frei

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Klemens Olbrich, Dorothée Hünerkopf und Daniel Kuna zeigen im Urbachtal das Areal, wo der Wohnmobilplatz Hünerkopf entstehen kann.

Neukirchen. Das Parlament Neukirchen hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg für den Wohnmobilplatz im Urbachtal frei gemacht:

Investor Klaus Hünerkopf kann das Grundstück kaufen und seinen Plan umsetzen, dort einen neues touristisches Angebot für Wohnmobilisten zu schaffen. 12 800 Euro soll Hünerkopf für das knapp 13 000 Quadratmeter große Grundstück zahlen, so bestätigten es die Stadtverordneten. Zudem soll ein Vertrag geschlossen werden, in dem er die Erschließung übernimmt. Zehn Prozent der Kosten für den Straßenbau trägt die Stadt. Der Beschluss fiel bei drei Gegenstimmen der FDP-Fraktion.

Helmut Reich (FDP) kritisierte, wie in dem Vertrag das Thema Erschließung behandelt sei: "Ist es nicht die hoheitliche Aufgabe einer Stadt, eine Straße zu bauen?" Reich wollte konkret wissen, welche Kosten auf die Stadt und ihre Bürger zukommen. Die Angabe, dass die Stadt zehn Prozent trage, reiche nicht aus. Der Liberalen-Sprecher betonte, die Fraktion wolle das Vorhaben nicht verhindern, doch bestehe noch Klärungsbedarf. Beispielsweise ob Hünerkopf ein Ingenieurbüro für die Arbeiten beauftragen müsse.

Nach einer Sitzungsunterbrechung sagte Holger Arndt (Grüne): "Das Vorhaben ist ein Gewinn für die Gemeinde." Die Stadt werde planen und genehmigen. Arndt warf der FDP-Fraktion vor, mehrfach im Haupt- und Finanzausschuss (Hafi) gefehlt zu haben, wo alles besprochen worden sei. Reich entgegnete, habe wegen Krankheit nicht teilnehmen können, seine Tochter und Stellvertreterin Wiebke Reich habe in dem Ausschuss aus beruflichen Gründen gefehlt.

Die Fraktionen stellten sich mehrheitlich hinter die Pläne von Klaus Hünerkopf. "Hätte nicht ein Investor gesagt, er will das Grundstück haben, läge es heute noch brach", sagte der Erste Stadtrat Gerd Höfer (SPD). Veronika Backes (CDU) führte aus, dass es laut Vertrag nur möglich sei, Wohnmobile auf das Gelände zu stellen und dort keine Häuser zu errichten, solche Befürchtungen hätten bestanden. "Für die Stadt ist kein Risiko zu sehen", so die Christdemokratin.

Bernd Grossmann (SPD) sagte, auf den Erschließungsarbeiten habe die Stadt die Hand drauf. Alles müsse schriftlich genehmigt und bestätigt werden. Der Wohnmobilplatz können sich zum Vorteil für den Tourismus entwickeln. "Wir ziehen das jetzt durch", erwiderte Grossmann auf den Antrag von Helmut Reich, die Erschließungsvereinbarung später abzustimmen. Reichs Antrag wurde abgelehnt.

Quelle: HNA

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