Förderverein restaurierte Eingangsportal des Friedhofs von Todenhausen

Neues Tor für Alte Kraft

Geschichte bewahren: Der Verein zur Förderung der Dorfentwicklung und -erneuerung Bründersen, hier Dieter Engelhardt (links) und Herbert Jacob, restaurierte das Eingangsportal des ehemaligen Todenhäuser und Bründersener Friedhofes. Rechts Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake. Foto: zih

Bründersen. Das Eingangsportal des ehemaligen Kirch- und Friedhofes in Bründersen ist restauriert. Der Verein zur Förderung der Dorfentwicklung und -erneuerung hat die Erneuerung des alten Portals organisiert.

Die Idee zu der Aktion hatten Fördervereinsvorsitzender Dieter Engelhardt und sein Vorstandskollege Herbert Jacob. Zudem hatte der Förderverein den Hohlweg zur „Alten Kraft“, wie die Gemarkung im Volksmund genannt wird, wieder begehbar freigeschnitten und auf dem Gelände eine Informationstafel mit geschichtlichen Daten von Todenhausen mit seinem Kirch- und Friedhof aufgestellt.

Unterstützung kam von der Hildegard Blank-Stiftung und einem Steinmetz aus der Region. Außerdem leisteten die Vereinsmitglieder fast 200 Arbeitsstunden.

Zum Auftakt des diesjährigen Bründersener Brunnenfestes gab es eine gemeinsame Wanderung zur Alten Kraft, um dort das neue Portal mit historischem Segmentbogen und einer Fackel im Schlussstein, als Zeichen des ewigen Lichts, offiziell neu einzuweihen.

1000 Jahre Geschichte

Die Ersterwähnung von Todenhausen ist 960 nach Christus in einer Urkunde des Klosters Corvey zu finden, die von Bründersen 1074 in Dokumenten des ehemaligen Klosters Hasungen. Historiker vermuten, dass die um 1100 geweihte Todenhäuser Kirche als Filialkirche der Erzpriesterkirche auf dem Wolfhager Schützeberg, einige 100 Meter vom Ort entfernt, dort gestanden hat.

Letzte Beerdigung war 1927

Bründersen selbst bekam erst um 1542 eine eigene Dorfkirche, 1895 auch einen Friedhof. Bis dahin wurden die Verstorbenen auf der Alten Kraft bestattet, die letzte Beerdigung fand dort 1927 statt.

Der Name Alte Kraft, sagt Heimatforscher Herbert Jacob, entstand vermutlich dadurch, dass man alle Kraft benötigte, um den Sarg mit dem Leichnam durch den ansteigenden Hohlweg zur fast ein Kilometer entfernten Grabstätte zu tragen.

Todenhausen fiel in der Zeit der Wolfhager Stadtgründung (1231) wüst, bis zum 16. Jahrhundert wird aber noch die Kirche „einsam im Feld“ erwähnt, wo bis dahin einmal in der Woche eine Messe gelesen wurde. (zih)

Quelle: HNA

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