Neues Angebot im Fritzlarer Hospital - Schluss mit dem Schmerz

Betreuen die Klinik für Schmerztherapie: (von links) Sabine Soldan (Gesundheits- und Krankenpflegerin), Dr. Meike Werther (Assistenzärztin), Dr. Carsten Bismarck (medizinische Geschäftsführung), Natascha Schöffler (Arzthelferin), Wolfgang Lorch (Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin), Tanja Adamovsky (Pflegedienstleitung). Foto: Laumann

Fritzlar. Mit einem neuen Angebot will das Fritzlarer Hospital Menschen mit chronischen Rückenbeschwerden helfen. Die Klinik für Schmerztherapie stellt sich am 27. Oktober vor.

Wer sich den Kopf stößt, aufs Knie fällt oder sich in den Finger schneidet, freut sich, wenn kurze Zeit später der Schmerz nachlässt. Es gibt aber auch Erkrankungen, bei denen der Schmerz bleibt Dazu zählen chronische Rückenbeschwerden. Diesen Patienten möchte das Hospital zum Heiligen Geist mit einem neuen Angebot helfen. In dieser Woche hat die die Klinik für Schmerztherapie ihre Arbeit aufgenommen.

Die Idee

80 Prozent der Menschen haben irgendwann einmal Rückenschmerzen. Fünf bis sechs Millionen Menschen in Deutschland sind chronische Schmerzpatienten, sagt Wolfgang Lorch, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin. Der Bedarf an einer passenden Schmerztherapie sei „riesengroß“.

Die Therapie

Das Hospital arbeitet mit orthopädischen Praxen in Baunatal, Kassel und Fritzlar sowie der neurochrirurgischen Praxis Meier/Döhl in Fritzlar zusammen. Patienten mit anhaltenden Rückenbeschwerden sollen zunächst für einige Tage stationär behandelt werden. Es geht dabei um eine Kombination von konservativer Therapien wie Krankengymnastik und invasiven Therapien. Dazu zählen Schmerzspritzen in den Rücken sowie den gezielten Einsatz von Wärme und Kälte.

Wenn die Schmerzen chronisch geworden sind, reicht dies oftmals nicht aus. In diesen Fällen soll die „ganzheitliche Schmerztherapie“ greifen. Sie soll zum zweiten Quartal nächsten Jahres starten.

Bei den zwei- bis dreiwöchigen Aufenthalten werden Elemente aus Physio- und Trainingstherapie, Osteopathie sowie Psychotherapie miteinander verbunden. Schließlich gingen mit den Schmerzen oftmals psychische und soziale Folgen einher. Das kann bis zu Verrentung oder Arbeitslosigkeit gehen, wie der Chefarzt erklärt.

Die Unterbringung

14 Betten stehen in der Klinik für Schmerztherapie zur Verfügung. Sie ist in der ehemaligen Vita Kommunis untergebracht. Dort gibt es auch Gruppenräume und eine Gemeinschaftsküche.

Sprechstunde und Information

Das Hospital bietet in dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) eine Sprechstunde „Chronische Rückenschmerzen“ an. Sie findet freitags von 8.30 bis 13 Uhr statt. Terminvereinbarung unter Tel. 05622/997635.

Patienten und Interessierten stellt sich die „Klinik für Schmerzmedizin“ am Donnerstag, 27. Oktober, vor. Ab 17 Uhr gibt es Vorträge zu dem Thema „Chronische Rücken-, Kreuzbein- und Ileosakralgelenkbeschwerden - aktuelle Therapieoptionen“. Anschließend haben Besucher die Möglichkeit, die Räume zu besichtigen. (akl)

Quelle: HNA

Kommentare