Neues Angebot: Schlaglöcher online melden

Schwalm-Eder. Radfahrer können ihrem Ärger nun bald Luft machen: Wer sich über Schlaglöcher oder eine schlechte Ausschilderung der Radwege im Schwalm-Eder-Kreis beschweren will, kann dies direkt über einen Klick im Internet tun.

Mängel sollen dann weitergegeben und behoben werden, verspricht die Kreisverwaltung. Möglich macht dies das Internetportal mit dem sachlichen Namen „Meldeplattform Radverkehr“. Es bietet diesen Service seit vergangenem Jahr im Rhein-Main-Gebiet an und habe damit einen guten Erfolg, wie Thorsten Miltner vom Verkehrs- und Mobilitätsmanagement in einem Pressegespräch in Homberg erklärte.

Angebot bald flächendeckend

Bisher nehmen 123 hessische Kommunen an dem kostenlosen Angebot teil, das nun auf das gesamte Land ausgeweitet werden soll. „Im ersten Jahr sind etwa 2000 Beschwerden im Internetportal eingegangen“, sagte Miltner. „Der Landkreis möchte mit diesem Angebot, die Qualität seiner Radwege weiter sichern“, betonte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Grundsätzlich sei der Radwegebeauftrage Ullrich Horstmann für die Qualität der Wege im Einsatz.

Adresse im Internet

www.radroutenplaner.hessen.de

Wo immer er Mängel entdecke, melde er sie. Das Internetportal sei nun ein gutes zusätzliches Angebot. „Die Handhabe ist ganz einfach“, erklärte Miltner. Auf der Internetseite gibt es einen Knopf „Meldeplattform Radverkehr“. Über die Angabe des Ortes führt er zu einer Seite, von der aus man über die Adresse, die GPS-Daten oder eine Karte den Mangel mitteilen kann.

Man kann auch ein Bild hochladen. Ein Vorteil des Angebotes sei, dass man keinen Ansprechpartner vor Ort suchen müsse, sagte Miltner. Ein Mitarbeiter rufe die Daten im Netz ab und melde sie dann weiter. So müsse sich der Radfahrer nicht im Behördendschungel durchschlagen. Rainer Geisel, Geschäftsführer des Kurhessischen Berglandes, erhofft sich für die 350 Kilometer ausgeschilderten Radrouten im Landkreis zusätzlichen Service.

Der Radtourismus sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Landkreis, betonte Geisel. Die Radfahrer erwarteten eine entsprechende Qualität. In der Regel seien die Kommunen für die Wege verantwortlich. Sie sollen über die Internetseite informiert werden, und in etwa einer Woche könne man dann das Angebot nutzen.

Quelle: HNA

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