Sportlerheim in Wiera ist völlig marode: Grünes Licht für Abriss und Neubau

Neues Domizil für Kicker

Anfang der 1970er-Jahre erbaut: Das Sportlerheim in Wiera hat die besten Zeiten schon lange hinter sich. Nur ein Drittel des Gebäudes bleibt stehen, der Rest wird abgerissen. Fotos: Rose

Wiera. Zwei Jahre haben die Mitglieder des TSV Wiera für den Neubau ihres Sportlerheimes gekämpft: Jetzt gibt es von Stadt, Kreis, Sportbund und Land endlich grünes Licht. Das Haus wurde Anfang der 1970er-Jahre erbaut und ist vom Sockel bis zum Dach völlig marode.

Risse ziehen sich durch das Gebäude, die Heizungsanlage ist unterdimensioniert, das Haus insgesamt viel zu klein für den laufenden Spielbetrieb. „Dabei waren wir damals der dritte Sportverein im Altkreis, der ein solches Heim gebaut bekam“, erinnert sich der stellvertretende Vorsitzende Heinrich Gonther.

Es fehlte der Keller

Dem heutigen Standard entspricht das Sportlerdomizil jedoch schon lange nicht mehr. „Wir haben zwar innen regelmäßig renoviert, aber allein vom energetischen Aspekt ist das Haus einfach nicht mehr tragbar“, sagt der Vorsitzende Hartmut Treibert. „Was von Anfang an gefehlt hat, war die Unterkellerung“, erläutert Gonther. Den Mitgliedern des TSV bleibt jetzt nur die komplette Entkernung. Dann wird eine Firma kommen und mehr als zwei Drittel abreißen. Der vordere Teil – das sind der Schiedrichterraum und der Verkaufsraum – bleibt stehen. Dann heißt es für die Sportler, kräftig mit anpacken. Viel Eigenleistung ist in die Kalkulation miteingeflossen. „Wir sind optimistisch, dass viele helfen. Die Wieraer sind bisher immer sehr hilfsbereit“, sagt Treibert.

Das neue Heim wird einen Keller mit separatem seitlichen Eingang bekommen. Hier sollen die Umkleiden, die Technik und die Duschen untergebracht werden. Das Erdgeschoss ist in einen großzügigen Versammlungsraum sowie behindertengerechte Toiletten unterteilt. Auf dem Dach soll eine Solaranlage installiert werden.

Den Spielbetrieb möchte der TSV Wiera auch während der Bauphase aufrecht erhalten: „Es ist angedacht, dass sich die Spieler in der Schule umziehen können“, erläutert Treibert. Bis August soll das neue Sportlerheim stehen. Dann beginnt die Rückrunde. „Bis dahin liegt noch jede Menge Arbeit vor uns“, sagen die Vorsitzenden. Denn neben dem Hausbau suchen die Sportler nach wie vor Sponsoren, die dem Verein ein wenig von der finanziellen Last abnehmen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare