Lebensretter weihten ihre neue Rettungswache ein – Im Einsatz für den Nächsten

Neues Domizil für die Malteser

Malteser-Logo als Gaumenschmaus: Mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum gestalteten Helena Schröder, Vanessa Kullmann und Christoph Wagner das Logo ihres Arbeitgebers. Foto: Zizow

Gudensberg. Wenn im Bahnwiesenweg 10 in Gudensberg das Telefon klingelt und Funkgeräte piepen, wird irgendwo Hilfe benötigt. Denn die neue Rettungswache der Malteser hat hier ihren Standort.

Das alte Gebäude genügte wegen des Anstiegs der Einsätze und der Zahl der Mitarbeiter und Fahrzeuge nicht mehr den Anforderungen. Jetzt wurde der Neubau eingeweiht. Der Präsident der Malteser Deutschland, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, war anwesend, als die Vertreter der Feuerwehren aus Gudensberg und Niedenstein als Erste gratulierten.

Kaffee für die Nachtschicht

Stefan Bernd und Sascha Ochojski hatten als Geschenk ein Luftbild von Niedenstein und „Kaffee für die Nachtschicht“ mitgebracht. Da passte es gut, dass die ortsansässigen Kollegen, Verdy Ryffel und Dirk Schmidt, ein Tassensortiment überreichten.

„Wir sehen zwar in unseren Uniformen militärisch aus, das sind wir aber nicht“, sagte der Präsident in seiner Begrüßungsrede. Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen, das seien Worte des Heiligen Don Bosco, die zur Arbeit der Malteser passten, so von Brandenstein-Zeppelin. Der Malteser-Präsident betonte, dass „eine gute Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt“ Grundlage für den Erfolg sei.

Erfolg bei der Arbeit in der neuen Wache wünschten unter anderem der Hessische Staatssekretär Mark Weinmeister, der Erste Kreisbeigeordnete Winfrid Becker sowie Bürgermeister Frank Börner. Alle Redner waren sich einige, die Malteser mit ihrem Personal leisten hervorragende Arbeit leisten.

So fielen im vergangenen Jahr für Gudensberg 2797, in Jesberg 1524 Einsätze an, davon waren 74 Prozent (Jesberg 60 Prozent) Notfälle. In Gudensberg legten die Malteser 105 000 Kilometer und in Jesberg 85 000 Kilometer zurück.

Völlig überrascht war Stephan Frühauf, der die Wache aus baulicher Sicht erklärte und die Räumlichkeiten vorstellte, als Helena Schröder, Vanessa Kullmann und Christoph Wagner, die unter seiner Leitung in Gudensberg ausgebildet und in den Rettungsdienst übernommen wurden, ihm als kleines Dankeschön eine Fotocollage überreichten.

„Gott stehe allen Helfern bei“ sagte Pfarrer Simon Graef bei seinem Segen. In seiner Predigt sagte er: „Glaube ist ein Fundament, der immer wieder Menschen ruft, sich einzubringen.“

Von Rainer Zirzow

Quelle: HNA

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