Baustelle in Wolfhagen verschwindet

Neues Einlaufbauwerk für Liemeckebach wird bald errichtet

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Die Arbeiten sollen in einem Monat beginnen: Das Einlaufbauwerk für den Liemeckebach in Wolfhagen wird erneuert. Seit vier Jahren ist es defekt.

Wolfhagen. Fast vier Jahre nach dem Unfall, bei dem ein Junge mit seinem Fahrrad in das Einlaufbauwerk an der Lynkerstraße in Wolfhagen stürzte, soll nun Bewegung in den mit Bauzäunen abgesperrten Bereich kommen.

Noch in diesem Jahr werde das defekte Bauwerk erneuert, durch das seit dem Bau der Ortsumgehung der B 450 der Liemeckebach fließt.

Das kündigte jetzt Stefan Gerhold vom Tiefbauamt der Stadt Wolfhagen an. Geplanter Beginn der Arbeiten ist der 7. November, nach drei Wochen sollen sie abgeschlossen sein. Das neue Einlaufbauwerk werde kleiner sein als sein Vorgänger. Aus diesem Grund soll der Bereich verlängert werden, in dem die Liemecke durch ein Rohr geleitet wird. Das Bauwerk werde als Betonfertigteil geliefert und mit Hilfe eines 150-Tonnen-Krans in den Bach gehoben. Zuvor müsse das Gewässer umgeleitet werden.

Das Bauwerk werde abgedeckt mit einem Schwerlastgitterrost. So bleibe der Zugang zum Liemeckebach erhalten. Denn der müsse an der Stelle immer wieder gereinigt und befreit werden von Sedimenten. Da das Einlaufbauwerk nun deutlich kleiner ausfalle, reduzierten sich für die Stadt auch die Unterhaltungskosten, erwähnt Gerhold einen für die Kommune positiven Aspekt. Warum das Bauwerk in den 1970er-Jahren allerdings in dieser großen Dimension errichtet worden war, habe sich trotz Recherche der Mitarbeiter im Tiefbauamt nicht mehr klären lassen.

Wolfhagens Magistrat hatte der Errichtung des neuen Einlaufbauwerks vor einigen Wochen grünes Licht erteilt. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 120 000 Euro. Allein für die Arbeiten am Bauwerk würden etwa 90 000 Euro anfallen. Zuvor hatten sich Anwohner immer wieder im Rathaus darüber beschwert, dass sich nichts tue an der Lynkerstraße und schon seit dem Jahr 2012 dort ein Loch neben der Straße klaffe.

Erst im Frühjahr 2015 hatte ein Gutachten vorgelegen, das den Zustand des Einlaufbauwerkes beschrieb. Demnach waren die alten Spundwände aus Metall derart stark korrodiert, dass sie den Druck des Hanges nicht mehr aufnehmen konnten. Das Ingenieurbüro Müller erstellte ein Handlungskonzept, auf dessen Grundlage nun die Arbeiten ausgeführt werden.

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Quelle: HNA

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