Gemeindezentrum in Altmorschen soll im Sommer fertig sein

Der Neubau aus der Perspektive Paul-Frankfurth-Straße: Grau, wie auf der Zeichnung, wird das Gebäude nicht, versichert Bauherr Klaus Kühlborn. Die endgültige Farbe wird noch festgelegt. Im Erdgeschoss entsteht eine Tagespflegeeinrichtung, im ersten Geschoss werden Diakoniestation, Gemeindesaal und Pfarrbüro untergebracht, im zweiten Stock wird der Pfarrer wohnen.

Altmorschen. Pfarrbüro und Pfarrerswohnung, Tagespflege und Diakoniestation unter einem Dach: So sieht die Planung für das neue Gemeindezentrum in Altmorschen aus.

Das ehemalige Pfarrhaus, das 1747 erbaut wurde, soll indes saniert werden und Platz für bis zu sechs seniorengerechte Wohnungen bieten.

Freuen sich auf das Gemeinschaftsprojekt in Altmorschen: von links Pfarrer Gerhard Peter, Architektin Hasna M’Rabet, Klaus Kühlborn, Stefan Ochs und Karsten Schwalm (Diakoniestation Fulda-Eder) und vom Kirchenvorstand Anke Groh, Michael Krusche, Christina Groh-Hirschle, Georg Hassenpflug, Gudrun Beinhauer und Heinrich Schönewald.

Die Baugenehmigung liegt bereits seit Januar vor, am Dienstag wurden die Verträge für das neue Gemeindezentrum unterzeichnet: Auf dem Kirchengelände am Jägerpfad/Paul-Frankfurth-Straße in Altmorschen verwirklichen die evangelische Pfarrei Altmorschen mit den Kirchengemeinden Eubach und Heina zusammen mit der Diakoniestation Fulda-Eder ein Gemeinschaftsprojekt.

Partner ist das Spangenberger Unternehmen Holzbau Kühlborn. Es wird für rund 1,4 Millionen Euro ein Gebäude aus Holz errichten und an die Pfarrei verkaufen. Das erklärte Gerhard Peter - der Pfarrer im Ruhestand betreut zurzeit die vakante Pfarrstelle - im HNA-Gespräch.

Unter dem Dach des Neubaus werden Kirchengemeinde und Diakoniestation vereinigt: • Im Erdgeschoss entsteht eine Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätzen. • Im ersten Geschoss wird die Diakoniestation mit ambulanter Pflege untergebracht, hier entstehen auch ein Gemeindesaal und das Pfarrbüro. • Im zweiten Geschoss wird der Pfarrer wohnen.

Anfang Mai soll Richtfest gefeiert werden. Im Spätsommer sei das Gebäude fertig. Das erklärte auf Anfrage der Geschäftsführer von Holzbau Kühlborn, Klaus Kühlborn.

Das Gemeinschaftsprojekt Gemeindezentrum kostet mit einem „Puffer” für das Außengelände 1,437 Millionen Euro. Die Finanzierung laut Pfarrer Gerhard Peter:

• 80.000 Euro Beitrag der Kirchengemeinde,

• 200.000 Euro Energiesparfonds der Landeskirche,

• 590.000 Baubeihilfe des Landeskirchenamtes und des Kirchenkreises Melsungen,

• 567.000 Darlehen der Landeskirche für die Tagespflege. Diese Summe wird refinanziert durch die Vermietung an die Diakonie.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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