Stadt Zierenberg baut für 760 000 Euro Feuerwehrgerätehaus - Fertigstellung im Mai

Neues Haus für die Wehr

Die Putzer sind da: Im neuen Feuerwehrgerätehaus in Oelshausen laufen derzeit die Innenarbeiten auf Hochtouren. Auch Stefan Herting (vorn) hat alle Hände voll zu tun. Fotos: Ricken

Oelshausen. In Oelshausen steht das Feuerwehrauto in einer Scheune auf dem Bauernhof. Diese Notlösung musste her, weil am Standort des alten Gebäudes derzeit ein Neubau entsteht. 760 000 Euro hat die Stadt Zierenberg für das neue Oelshäuser Feuerwehrgerätehaus bereitgestellt, mit 108 000 Euro beteiligt sich das Land, 13 000 Euro schießt der Kreis zu.

„Das ist angesichts unserer schlechten Haushaltslage ein ordentlicher Brocken“, sagt Bürgermeister Stefan Denn. Dennoch sei der Neubau nötig, weil das alte Gebäude nicht mehr der geltenden Brandschutzverordnung entsprochen habe. Zudem habe man im Dorf eine aktive Wehr mit 28 Einsatzkräften und engagiertem Nachwuchs. Für deren Arbeit soll in dem Gebäude, das unmittelbar an das örtliche Dorfgemeinschaftshaus angebaut wurde, genug Platz sein.

Nach Auskunft des Bauleiters Herbert Siebert stehen künftig insgesamt rund 300 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Im Untergeschoss sind neben den Garagen für die Fahrzeuge auch Umkleiden, Duschen und Toiletten untergebracht. Da auch Frauen und Mädchen in der Wehr aktiv sind, wurden diese Bereiche getrennt. Im Obergeschoss befinden sich Schulungsraum, Küche, Büro und ein Raum für die Jugendfeuerwehr.

Der Bau sei zweckmäßig und von Größe und Ausstattung Standard, erklärt Siebert. „Alles ist so konzipiert, dass die Folgekosten gering sind.“ So wurde beispielsweise gefliest statt gestrichen, weil das pflegeleichter sei. Energetisch versorgt wird das Gebäude von der Heizung des Bürgerhauses. Die wurde bei der Neuanschaffung vor zwei Jahren bereits größer dimensioniert. „Die Arbeiten werden vorwiegend von örtlichen Handwerksbetrieben ausgeführt und liegen voll im Zeitplan“, freut sich der Bauleiter. Derzeit sind die Putzer im Gebäude, danach gehen die Innenarbeiten weiter.

Auch ein Wintereinbruch wird die Arbeiten nicht lahm legen, da das Dach gedeckt ist und die Fenster drin sind. „Spätestens im Mai kann die Feuerwehr von der Scheune ins neue Gebäude umziehen“, erklärt Denn, der sich freut, dass jetzt schon klar ist, dass die Baukosten nicht überschritten werden. „Vielleicht kommen wir sogar etwas günstiger hin.“

Von Bea Ricken

Haus für die Feuerwehr

Quelle: HNA

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