Historikerin stellt ihre Forschungsergebnisse vor

Neues zum Lager

Trutzhain. Am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr wird Michaela Bechtel (M.A.) aus Willingshausen in der Gedenkstätte Trutzhain neueste Forschungsergebnisse zum Kriegsgefangenenlager Ziegenhain vorstellen. Ihr Thema: „Der Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen aus dem STALAG IX A Ziegenhain in Industrie und Landwirtschaft.“

Eine der zentralen Aufgaben der Kriegsgefangenenlager bestand in der Organisation des Arbeitseinsatzes. Unter den im Reichsgebiet während der NS-Diktatur registrierten mehr als zehn Millionen ausländischen Zwangsarbeitskräften waren etwa vier Millionen Kriegsgefangene. Auch das STALAG IX A Ziegenhain war Teil dieses Systems und versorgte insbesondere den nord- und mittelhessischen Raum mit billigen Arbeitskräften, heißt es dazu.

Bechtel hat den Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen des Lagers Ziegenhain in ihrer Magisterarbeit detailliert untersucht und stellt nun ihre Forschungsergebnisse vor. In ihrem Vortrag wird sie unter anderem der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen die Kriegsgefangenen an ihren unterschiedlichen Einsatzorten arbeiten mussten. (jkö)

Quelle: HNA

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