Neues Leben im Gutshof in Großropperhausen

Gutshof in Großropperhausen.

Großropperhausen. Fast geheimnisvoll wirkt er, der Gutshof in Großropperhausen. Zu trutzig die Gutshofmauer entlang der Knüllstraße, lediglich eine schmale Einfahrt gibt den Blick auf die imposante Hofanlage frei.

Gebäude, denen die Jahrhunderte, Wind und Wetter den Stempel aufgedrückt haben. Unter dem Titel Bewahrung und Instandsetzung macht sich seit drei Jahren die Stiftung Gutshof Großropperhausen, die zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz zählt, für den denkmalgerechten Erhalt der Anlage stark. Noch wabert Muff durch das Schäferhaus, Putz bröckelt von den Wänden des Kuhstalls, auch am Uhrenhaus, dem eine Uhr im Giebel den Namen gibt, nagt weiter der Zahn der Zeit. Sichtbar werden allerdings bereits erste Zeichen einer denkmalgerechten Sanierung. In einem ersten Bauabschnitt wurde die Gutshofmauer mit Eckturm instandgesetzt. Pächterhaus ist fast fertig

Derzeit wirbeln Bauarbeiter im Pächterhaus mit dem anliegenden Gewölbekeller und im gegenüberliegenden Eiskeller. Die Arbeiten sollen bis Herbst abgeschlossen sein, erklärte Ute Willinger, die von Seiten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz den Eigentümer Friedrich von Baumbach bei dem Projekt begleitet. Drei Wohnungen werden hier entstehen. Auch der zentrale Heizraum für die Gesamtanlage im ehemaligen Kuhstall soll bis dahin fertig sein. In einem weiteren Bauabschnitt werden dann das so genannte Uhrenhaus mit dem angrenzenden Schweinestall in Angriff genommen. Dort sind Räumlichkeiten für kleinere Veranstaltungen geplant. In der ursprünglich barocken Gartenanlagekönnten sich nach Vorstellungen der Planer später Gäste in einem Gartencafé tummeln. Die Wildkammer des Gutes böte sich durchaus als künftiger Hofladen an, sagte Willinger.

Unberührt von den Arbeiten thront das Herrenhaus über der Hofanlage. Dort lebt der 43-jährige Eigentümer des Anwesens, Friedrich von Baumbach, mit seiner Familie. Er hofft mit dem Konzept, Wohnungen und Veranstaltungsräume zu schaffen, nicht nur seinen Hof neu zu beleben, sondern auch einen „Impuls zur Weiterentwicklung und Attraktivität der gesamten Gemeinde zu setzen“.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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