Neues Programm der Gedenkstätte Trutzhain

Führungen und Vorträge finden hier wieder statt: Barackensiedlung vom Museum und der Gedenkstätte Trutzhain. Archivfoto: Grede

Trutzhain. Gedenkstätte und Museum Trutzhain laden für die zweite Jahreshälfte wieder zu Exkursionen, Führungen und Vorträgen ein.

• Donnerstag, 1. September, 17 Uhr: Antikriegstag, Waldfriedhof Trutzhain, zusammen mit dem DGB-Schwalmstadt, Gedenkstunde für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Darunter wird an die mehr als drei Millionen in deutscher Kriegsgefangenschaft verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangen erinnert.

• Samstag, 10. September, 14 bis 16 Uhr: Geländeführung „Vom Stalag IX A Ziegenhain zur Gemeinde Trutzhain“, Dauer etwa zwei Stunden entlang der historischen Lagerstraße bis zum Waldfriedhof, Treffpunkt ist das Museum im Seilerweg 1.

• Sonntag, 11. September: Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Zusammen sind wir weniger alleine - gemeinsam Denkmale erhalten“. Sonderöffnungszeiten des Museums von 10 bis 18 Uhr. Filmvorführungen mit anschließender Besichtigung der ehemaligen Kunstblumenfabrik jeweils um 10, 13 und 15 Uhr.

• Donnerstag, 29. September: Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar, Hessen. Hintergrund ist die Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen während des Nationalsozialismus. Anmeldungen über die Gedenkstätte.

• Samstag, 8. Oktober, 14 bis 16 Uhr: Geländeführung „Vom Stalag IX A Ziegenhain zur Gemeinde Trutzhain“, Treffpunkt am Museum.

• Mittwoch, 12. Oktober, 19 Uhr: Vortrag mit Christiane Weber zum Thema „Alliierte Kriegsgefangenenlager entlang des Rheins“. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Rheinwiesenlager, die von den amerikanischen Alliierten in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges eingerichtet wurden.

• Öffnungszeiten während der Herbstferien: 17. bis 28. Oktober, Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

• Mittwoch, 23. November, 19 Uhr: Lesung und Gespräch mit Lorenz S. Beckhardt aus seinem Buch „Der Jude mit dem Hakenkreuz. Meine deutsche Familie“. Der Autor schildert, wie er erst als Erwachsener erfährt, dass er Jude ist und viele Verwandte Opfer des Holocaust wurden. Beckhardt arbeitet als Reporter, Autor und Redakteur unter anderem für die ARD, den WDR und 3sat.

• Mittwoch, 7. Dezember, 19 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Seda Basay-Yildiz zum Münchner NSU-Prozess. Die Rechtsanwältin vertritt Angehörige des am 9. September 2000 in Nürnberg erschossenen Blumenhändlers Enver Simsek.

• Vom 24. Dezember bis zum 9. Januar bleiben Gedenkstätte und Museum Trutzhain geschlossen. (sro)

Quelle: HNA

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