25 Vereine im Kreis vergeben Abzeichen

Neues Regelwerk für das Deutsche Sportabzeichen 

Schwalm-Eder. 25 Vereine im Landkreis nehmen in diesem Jahr nach Angaben des Sportkreises Schwalm-Eder das Deutsche Sportabzeichen ab. Dabei müssen sie ein neues Regelwerk anwenden: Das hat der Deutsche Olympische Sportbund anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Fitnessordens ausgearbeitet.

In den neuen Bedingungen sieht Horst Lothar Knötig vom Sportkreis Schwalm-Eder die Chance, mehr Menschen ans Sportabzeichen heranzuführen. Dafür spreche beispielsweise die Ausweitung der Altersklassen auf bereits Sechsjährige. Zudem seien die Leistungsanforderungen in den Altersklassen breiter aufgefächert und erstmals auch für über 90-Jährige beschrieben.

Knötig, beim Sportkreis zuständig fürs Sportabzeichen, ist mit dem neuen Regelwerk nicht durchweg glücklich. Ein Kritikpunkt: Die Erwachsenen müssten ihre Schwimmfähigkeit künftig nur noch alle fünf Jahre nachweisen. Das sei weniger der Sache als dem allgemeinen Bädersterben geschuldet und erspare den Sportlern weite Wege, mutmaßt Knötig. In der Sache stehe der Landkreis aber mit Hallenbädern in Melsungen, Gudensberg, Schwalmstadt und Borken noch vergleichsweise gut da.

Der veränderte Leistungskatalog beschäftigt auch die Prüfer in den Sportvereinen. Mehr Arbeit sieht bei der Melsunger Turngemeinde etwa Jürgen Dietzel auf sich zukommen. Konkret sei dies beim Weitsprung der Fall. In dieser Disziplin müssten die Prüfer künftig die Leistungen mit einem deutlich höheren Zeitaufwand ermitteln.

Nach einer Statistik des Sportkreises Schwalm-Eder haben in den vergangenen fünf Jahren jährlich zwischen 3528 und 4370 Menschen das Sportabzeichen gemacht: Im vergangenen Jahr waren es mit 4370 die meisten (darunter 1356 Schüler); die wenigsten waren es vor fünf Jahren: Damals erhielten 3528 Sportler den Fitnessorden (darunter 785 Schüler).

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Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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