Dorfplatz soll neu gestaltet und Scheune zum Treffpunkt werden

Neues Ziel für Wanderer in Nausis

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Noch stehen sie vor Trümmern: Die beiden Ortsvorsteher Werner Kressel (rechts) und sein Stellvertreter Reiner Kehl vor den Sandsteinen, die aus dem Haus stammen, das kürzlich abgerissen wurde. Auf der entstandenen Freifläche soll ein neuer Dorfmittelpunkt samt Spielplatz entstehen. Im Hintergrund ist das rote Gebäude zu sehen, das zur Wanderscheune ausgebaut werden soll. Vorne in der Mitte: Reiner Kehls einjährige Enkelin Josefine.

Nausis. Werner Kressel hat schon genau vor Augen, wie alles aussehen soll, wenn die Nausiser Dorferneuerung umgesetzt ist. Wo jetzt noch in der Ortsmitte eine große freie Fläche zu sehen ist, sollen Spielgeräte stehen.

Und die Sandsteine, die vom Abriss des alten Fachwerkhauses übrig sind, das einmal auf dieser Fläche stand, sollen den neuen Dorfmittelpunkt mitprägen.

Die Krönung der Dorferneuerung aber soll der Ausbau des baufälligen Stalls sein, der da noch recht unansehnlich mitten im Ort steht: Er soll noch in diesem Jahr Anlaufstelle und Rastplatz für Wanderer werden, die auf dem Ars-Natura-Pfad unterwegs sind.

Seit sechs Jahren befindet sich Nausis in der Dorferneuerung. Sechs Jahre, die von Werner vor allem eines verlangten: einen langen Atem. Denn in diesen sechs Jahren haben zwar viele Einwohner die Chance genutzt, ihre Häuser mit finanzieller Unterstützung aus dem großen Topf zu sanieren. Doch ist im öffentlichen Raum bislang nichts passiert, außer dass ein baufälliges altes Fachwerkhaus abgerissen wurde.

Jetzt aber kam der Bewilligungsbescheid und das Okay der Stadtverordneten: Den Nausisern stehen deshalb nun 150.000 Euro zur Verfügung, um den Platz in der Dorfmitte zu gestalten und aus dem Stallgebäude eine Art Wanderscheune zu machen. Sie soll ein Etappenziel für all diejenigen sein, die auf dem Ars Natura unterwegs sind. Die Wanderer können dann bei Sonnenschein an der Scheune in aller Seelenruhe draußen rasten oder sich auch bei Regen drinnen unterstellen. Die Scheune soll mit Toiletten, einem Aufenthaltsraum und einem Lager für Festzeltgarnituren und ähnlichem ausgestattet werden.

Einen Schlüssel dafür muss sich niemand besorgen, der neue Treffpunkt soll immer offen sein. Und er soll auch nicht nur den Nausisern, sondern allen Einwohnern des Landetals zur Verfügung stehen, wenn sie etwas zu feiern haben. Werner Kressel ist froh, dass es nun losgeht. "Am Anfang war die Stimmung euphorisch, viele wollten mit anpacken, aber jetzt zieht sich das Ganze schon sehr lange hin es wird wirklich Zeit, dass es ruckt."

Aufs Rucken freut sich der 66-Jährige schon sehr: "Es war ein langer steiniger Weg bis hierher", sagt Kressel. "Aber wenn alles erst einmal fertig ist, dann weiß man, dass es sich gelohnt hat, den Weg gegangen zu sein."

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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