Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes: Eine Schleife führt zur Bahn

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Noch unter Folie: Die Bushaltestelle hat einen Betonboden, damit es im Sommer bei längeren Standzeiten der Busse keine Vertiefungen durch deren Gewicht im weichen Asphalt gibt.

Wolfhagen. Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Wolfhagen mit Wendeschleife und Haltestelle für Linienbusse nimmt Formen an: Für die neue Zufahrt wurde am Mittwoch die Tragschicht asphaltiert, und an der künftigen Bushaltestelle wurde der Betonboden gegossen.

Am Donnerstagnachmittag traf sich Bürgermeister Reinhard Schaake an der Baustelle mit Vertretern des Planungsbüros und der Baufirma und zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten. „Wir wollen Bis Mitte Oktober fertig werden“, sagte der Verwaltungschef. Und alles spricht dafür, dass es gelingen wird.

Die wichtigste Veränderung ist die Busschleife: Die Busse fahren nach Fertigstellung der Anlage über die Bahnhofsstraße die neue Haltestelle an, die parallel zu den Bahnsteigen liegt. Die langen Wege der Bahnreisenden zwischen den Bushaltestellen an der Schützeberger Straße und der Lynkerstraße sind dann Vergangenheit. Kurze Wege zwischen Bahn und Bus wird der Umbau bringen.

65 Stellplätze

Ähnlich sieht es für Autofahrer aus, die mit ihrem Wagen bis zum Bahnhof fahren, ihn dort abstellen und dann mit der Bahn weiterfahren. Die alte Park & Ride-Anlage hatte 32 Stellplätze, nach dem Umbau werden 65 zur Verfügung stehen. Parkgebühren werden keine erhoben. Außerdem wird es zehn verschließbare Fahrradboxen und einen 25 Meter langen Anlehnbügel für Fahrräder geben. „Wir wollen damit die Regiotram weiter forcieren, die ein Segen für Wolfhagen ist“, sagte der Bürgermeister. Die Zahl der Pendler, die von Wolfhagen nach Kassel mit der Bahn fahren, sei auch jetzt schon steigend. Schaake: „Die Baumaßnahme ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft.“

Gut eine halbe Million Euro werde hier investiert, nicht nur in Parkflächen, Buszufahrt und Haltestelle. Arbeiten an der Bahnhofstraße gehören zum Paket - von der Friedrichstraße bis zu Raiffeisen und ein Stück weiter bis zum Baugebiet an der Ziegelei. Im Zuge dieser Arbeiten, die Anfang August beginnen, werden die Stadtwerke laut Heinz-Georg Henkelmann vom Ingenieurbüro Müller in der Bahnhofstraße auch Leitungen für Wasser und Strom erneuern.

500 000 Euro

Die Stadt rechnet mit Zuschüssen in Höhe von etwas mehr als 300 000 Euro. Bis die Zuschüsse allerdings komplett bei der Stadt eingegangen sind, müsse man die 500 000 Euro zunächst komplett vorfinanzieren, schließlich gelte es, die beteiligten Firmen pünktlich zu bezahlen.

Reinhard Schaake hofft, dass sich auch am alten Bahnhofsgebäude, das vom türkischen Kulturverein gekauft wurde, bald etwas tun wird. Dort sei man aber noch in der Phase der Konzeptentwicklung.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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