Neujahrsempfang in Homberg: Die Stadt rief und alle kamen

+
Spende der Winzer: Das Geld ging an Inge Koch (Elternschule) und Heider Olten (Stadtmarketing). Mit dabei Winzer Klaus-Jürgen Schmitt (links), Bürgermeister Martin Wagner und Heinz Marx.

Homberg. Per Handschlag begrüßten Bürgermeister Martin Wagner und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Marx jeden Gast, der zum Neujahrsempfang in die Stadthalle Homberg kam. Zur Feier des Tages hatte Wagner sogar seine Amtskette angelegt, um die Prominenz aus Wirtschaft, Kultur und Politik zu empfangen.

Festlich gewandet saßen die 280 Besucher meist nach Parteifarben wohl geordnet in gespannter Erwartung an langen Tischreihen. Gut 20 Minuten nach dem angekündigten Beginn marschierten die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores aus Hülsa ein, um den Neujahrsempfang der Stadt Homberg zu eröffnen.

In seiner sehr ausführlichen Begrüßung verwob Bürgermeister Wagner die Geschichte der Stadt mit Ereignissen des vergangenen Jahres. Unter anderem sprach er von den Diskussionen zum Kauf des Kasernengeländes und den Asylbewerbern, die im ehemaligen Krankenhaus vorübergehend unterkommen sollten. Auch von der Neugestaltung des Marktplatzes sprach er mit Verweis auf Gastredner Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesbauministerium.

Der lobte in seiner Rede das Projekt und skizzierte die Probleme der städtebaulichen Entwicklung unter dem Aspekt des demografischen Wandels und der Energiewende. Auch in diesem Jahr, so Bomba, werde das Ministerium die Stadtentwicklung mit 600 Millionen Euro fördern. Schwerpunkt werde dabei der ländliche Raum sein.

Rainer Bomba

Doch nicht nur Reden gab es beim Neujahrsempfang, sondern auch Geld. Je 250 Euro gingen an die Elternschule und das Stadtmarketing. Gesammelt hatten das Geld die Winzer beim Weindorf über ihre Aktion BOB – wer fährt, trinkt nicht. Die Spende nahmen Inge Koch und Heider Olten entgegen.

Eine besondere Ehrung gab es für Lydia Köhler, Sekretärin im Vorzimmer des Bürgermeisters. Seit 40 Jahren arbeite sie im Rathaus und habe ihn und wohl auch seine beiden Vorgänger mit ihrem „Bauchgefühl vor mancher Blamage, Peinlichkeit und Bauchlandung bewahrt“, sagte Bürgermeister Wagner. Auch Stadtverordnetenvorsteher Heinz Marx sprach davon, dass er ohne die Hilfe von Lydia Köhler „alt aussähe“. Sichtlich gerührt sagte Lydia Köhler, die Ende Januar in Ruhestand geht, ihr habe die Arbeit immer Freude gemacht.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

Kommentare