Kopfschütteln in Neukirchen

Neue Ampel ist von Baum verdeckt

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Hätten Sie sie gesehen? Der rote Pfeil deutet auf die praktisch vollständig versteckte neue Ampel.

Neukirchen. Die Menschen in Neukirchen schütteln den Kopf, Dutzende haben sich schon beschwert: Die vom Land errichtete Druckampel auf der Kurhessenstraße/Am Leitebrunnen ist zwar noch nicht in Betrieb, aber schon zeichnet sich ab, dass der ehemalige Zebrastreifen eher gefährlicher geworden ist.

Denn: Erstens ist ein Ampelmast bis zur Unkenntlichkeit von einem Baum und einem Schild verdeckt (großes Foto). Zweitens wurde ein Stromkasten quer davor platziert. Der rund 1,30 Meter hohe und noch breitere Schaltschrank verdeckt im Falle eines Falles eine ganze wartende Schülergruppe.

Klaus Bernhardts Lebensmittelgeschäft liegt direkt am Leitebrunnenplatz. Dem Unternehmer fehlt wie vielen Neukirchenern jedes Verständnis für die Umsetzung des Projekts. Er habe den Hessen-Mobil-Planern vor Ort ohne Erfolg angeboten, die Schaltschränke nahezu unsichtbar an der seitlichen Wand seines Hauses aufzustellen. So könne die Situation auf keinen Fall bleiben, lautet auch Bernhardts Einschätzung, „eine Zeit- und Geldverschwendung, kurz: ein Schildbürgerstreich“.

Aktualisiert um 15.35 Uhr

Auf HNA-Anfrage gab es am Mittwochnachmittag eine klare Reaktion: Nächste Woche wird die Landesbehörde Hessen Mobil, früher Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), in Neukirchen einen Ortstermin wahrnehmen. Sprecher Horst Sinemus legte sich bereits fest, dass für den Stromschaltkasten ein anderer Standort gefunden wird.

Was mit dem Baum geschieht, ob zum Beispiel ein Rückschnitt ausreicht, darüber werde man sich in Absprache mit der Stadt verständigen. Der Standort er Ampelanlage sei mit der Stadt Neukirchen abgestimmt, betonte Sinemus. Das Problem der Sichtbehinderung sei möglicherweise unterschätzt worden, selbstverständlich dürfe es keine Sichtbehinderung geben. (aqu)

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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