Im Einsatz am Altenheim

Neukirchener Feuerwehren absolvierten mit DRK Übung

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Rettung aus der Gefahr: Die Feuerwehrleute und die DRK-Einsatzkräfte übten ihr Zusammenspiel bei der Rettung von Verletzten. Fotos: Haaß

Neukirchen. Während viele das letzte Augustwochenende nutzten, um noch ein paar Sonnenstrahlen zu tanken, mussten die Brandschützer aus Neukirchen ihr Leistungsfähigkeit bei schweißtreibenden Temperaturen unter Beweis stellen.

Gemeinsam mit der Heimleitung des Altenheim Sankt Martin hatten die drei Neukirchener Stadtbrandinspektoren und Führungskräfte des DRK eine anspruchsvolle Übung ausgearbeitet, welche über 100 Einsatzkräfte den Nachmittag in Atem hielt.

Kurz nach 15 Uhr löste Stadtbrandinspektor Torsten Hertel die Brandmeldeanlage des Altenheim aus und alarmierte damit alle Stadtteilfeuerwehren, die Einheiten des DRK-Sanitätszug Süd und des DRK-Ortsverband Neukirchen.

Unter den Blicken zahlreicher Zuschauer hielt schon wenige Minuten später der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Neukirchen vor dem Haupteingang. Einsatzleiter Thomas Kraske erkundete die Lage und gab dann den nach und nach eintreffenden Feuerwehren die Einsatzbefehle.

Dichter Rauch war hinter den Fensterscheiben zu erkennen, und Menschen klopften gegen das Glas, um auf sich aufmerksam zu machen.

Umgehend wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um die Menschenrettung einleiten zu können. Parallel machten sich Trupps unter Atemschutz auf dem Weg, um das weitläufige Gebäude nach Personen zu durchsuchen und um mit der Brandbekämpfung zu beginnen.

Nachdem sich die Lage augenscheinlich stabilisiert hatte, entwickelte sich plötzlich ein weiterer Schwerpunkt auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite. Laut Übungsdrehbuch hatten auf der Flucht vor dem Feuer Mitarbeiter zwei Kanister mit Chemikalien umgeworfen. Die Flüssigkeiten liefen aus und reagierten miteinander.

Die dabei entstandenen giftigen Dämpfe waberten aus dem Lagerbereich heraus. Um die Gefahr zu bekämpfen, wurde unter der Leitung von Andreas Kessler sofort ein neuer Abschnitt gebildet. Vier Einsatzkräfte rüsteten sich mit Chemikalienschutzanzügen aus und gingen in den betroffenen Gebäudebereich vor. Zeitgleich konnte die Erste von fünf Personen mithilfe der Drehleiter aus dem Gebäude gerettet werden.

An einer Verletztensammelstelle wurden die verletzten Personen durch die Helfer des Sanitätszugs in einem Schnelleinsatzzelt betreut und dann an den Rettungsdienst übergeben. Torsten Hertel zog nach zwei Stunden ein positives Fazit: „Alle Einsatzkräfte haben die Aufgaben erfüllt. Probleme gab es nur im Bereich der Kommunikation, diese Probleme sollten aber mit Einführung des Digitalfunks in absehbarer Zeit behoben sein.“

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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