Neukirchener Klaus Hünerkopf gewinnt den Großen Preis des Mittelstandes

Die Preisträger aus Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen bei der Preisgala: Zweiter von rechts ist der Neukirchener Unternehmer Klaus Hünerkopf.

Der Große Preis des Mittelstandes geht erst zum zweiten Mal überhaupt in den Schwalm-Eder-Kreis, an Klaus Hünerkopf aus Neukirchen.

Würzburg/Neukirchen. Bei einer Gala in Würzburg nahm Klaus Hünerkopf die Auszeichnung im 22. Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2016“ entgegen. Fast 5000 kleine und mittlere Unternehmen sowie Banken und Kommunen waren nominiert.

Dazu gegenüber der HNA auf Anfrage Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft: „Wir haben so tolle Betriebe im Schwalm-Eder-Kreis, solch eine Preisverleihung trägt zu unserem Selbstbewusstsein in der gesamten Region bei.“

Der Pressesprecher verdeutlichte, dass dieser Preis bislang erst einmal in unseren Landkreis ging, an die Schott Orthopädie-Schuhtechnik in Homberg.

Die Auszeichnung

Die Nominierten im „Großen Preis des Mittelstandes“ 2016“ sind nach der Definition der Oskar-Patzelt-Stiftung „die sozial engagierte Wachstumselite des deutschen Mittelstandes“. Sie seien die Treiber neuer Entwicklungen.

Soziales Engagement

Es handele sich sämtlich um Firmen, die sich um die Menschen kümmerten und so den sozialen Frieden bewahren und täglich heimatliche Regionen und Wirtschaftskreisläufe stabilisieren, heißt es weiter. Die dieses Jahr Nominierten beschäftigen zusammen rund 900 000 Mitarbeiter. Das seien mehr als die Deutsche Post AG, Deutsche Bahn AG und Deutsche Lufthansa AG gemeinsam. In den zurückliegenden fünf Jahren schufen sie mehr als 10 000 neue Ausbildungsplätze und bilden mehr als 50 000 junge Menschen aus. Auch das Engagement an Schulen, in Prüfungsausschüssen und Kammern wurde bewertet.

Leistungsfähigkeit

Berechnet hat die Oskar-Patzelt-Stiftung, was die 4796 Nominierten jährlich leisten: Demnach führen sie zusammen 50 Mrd. Euro Steuer- und Abgabenzahlungen ab. Den Wettbewerb gibt es seit 1994, als ihn die Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung erstmals ausgelobte. Dabei ist der Preis nicht dotiert. Es gehe für die Unternehmen um öffentliche Anerkennung ihrer Leistungen. Hünerkopf war zum vierten Mal seit 2012 durch die Stadt Neukirchen und die Kreishandwerkerschaft nominiert.

Das Unternehmen

Als klassische Tischlerei und Schreinerei 1955 gegründet, entwickelte sich die Klaus Hünerkopfs Premium-Manufaktur seit 1989 zu einem innovativen Hersteller im Bereich Laden-, Hotel- und Gastronomieinnenausbau, Fahrzeugbau sowie der hochwertigen Interieurausstattung von Reisemobilen und Sonderfahrzeugen. Auch neuartige Modulhäuser sind im Angebot.

Das Neukirchener Unternehmen stellt die Innenausbauten komplett her, inklusive Elektro-, Sanitär- und Gasinstallation, Entertainment und Möbeln. Das Handwerksunternehmen verfügt über eine eigene Tischlerei, Polsterei sowie Lackiererei für Hochglanzoberflächen. High-Tech-Maschinen zur Metallbearbeitung, zum Wasserstrahlschneiden und zur CNC-gesteuerten Stein- und Glasbearbeitung sind ebenso vorhanden wie CAD-Arbeitsplätze.

Die Stammbelegschaft der Manufaktur besteht aus 40 Mitarbeitern. In Spitzenzeiten kann Hünerkopf auf Partnerfirmen zurückgreifen und dann bis zu 80 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit lernen drei Azubis den Beruf des Schreiners bzw. Elektrotechnikers bei Hünerkopf. Darüber hinaus werden regelmäßig Praktika angeboten.

Mit der Eröffnung des Reisemobilparks Urbachtal am Stadtrand von Neukirchen im Mai 2015 erfüllte sich Firmenchef Klaus Hünerkopf einen lang gehegten Traum.

Der Stellplatz nur für Reisemobile wurde im ersten Jahr von der Fachzeitschrift Promobil zum „Stellplatz des Jahres - Shootingstar 2016“ ernannt.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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