Niedenstein will Lust am Wandern wecken

Am Hessenturm in Niedenstein wird’s gemütlich: Zusammen mit dem Naturpark Habichtswald hat die Stadt Niedenstein sogar ein Waldsofa aufgestellt, außerdem etliche Hinweistafeln. Es freuen sich von links hinten Jan Brandenstein, Förster Harald Hötzel und Bernd Klapp, vorn Bürgermeister Frank Grunewald, Annika Ludolph (Leiterin des Naturparkzentrums) und Christina Georg. Foto: privat

Niedenstein. Der Naturpark Habichtswald, zu dem auch Niedenstein gehört, setzt auf das Trendthema Wandern. „Gerade Niedenstein bietet ideale Voraussetzungen dafür", betont Christina Georg vom Stadtmarketing.

Mit dem Zweckverband Habichtswald plant die Stadtverwaltung die Optimierung der Infrastruktur der Wanderwege. Neue Wandertafeln, gespickt mit interessanten Informationen und Kartenausschnitten des bestehenden Wanderwegenetzes, sollen an den Wanderparkplätzen installiert werden. Langfristiges Ziel ist eine einheitliche Beschilderung in der gesamten Naturparkregion.

Die Inhalte für die Niedensteiner Tafeln werden von der Verwaltung geliefert und grafisch durch den Zweckverband aufgearbeitet.

Einige Sehenswürdigkeiten und geografische Besonderheiten wurden bereits rund um Niedenstein mit kleinen Hinweistafeln versehen, etwa die Tanzlinde, der Skihang und am Hessenturm.

Ein Höhepunkt ist jedoch das vom Zweckverband Naturpark eigens hergestellte Waldsofa: eine Sonnenliege komplett aus Holz, die ihren Platz am Hessenturm gefunden hat.

Über die letzten Monate hieß es an so manchen Sonntag Schlange stehen, um den beliebten Platz mit einem Ausblick zur Weidelsburg bei Naumburg, Nordhessens größter Burgruine, zu ergattern.

Noch ein Sofa

In diesem Jahr soll noch ein weiteres Waldsofa beschafft und am Hessenturm installiert werden. Der Betriebshof des Zweckverbandes fertig sämtliche Wanderinfrastruktur in seiner Werkstatt in Kassel-Oberwehren an.

„Leider sind die schönen Stücke nicht frei verkäuflich.“

„Leider sind die schönen Stücke nicht frei verkäuflich“, berichtet die Leiterin des Naturparkzentrums, Annika Ludolph, „wir haben schon viele Anfragen gehabt.“ Auch der Forst zieht mit am Strang der Attraktivitätssteigerung für Niedenstein. Geplante Pflegeeinheiten sorgen dafür, dass so manche Aussicht dem Wanderer nicht verwehrt bleibt.

Bernd Klapp, als Waldarbeiter bei der Stadt beschäftigt, steuert ebenfalls etwas bei. Seit 15 Jahren ist er Kettensägenkünstler. Mit extra spitz zulaufenden Kettensägenblättern bearbeitet er Holzstämme und formt daraus Gestalten, Figuren und Gegenstände.

Für den Hessenturm hat er eine Eule zurechtgesägt. Für 2017 sind zwei weitere Figuren geplant, die einen Platz an den Niedensteiner Wanderwegen finden werden.

Potenzial ausbauen

Bürgermeister Frank Grunewald und Christina Georg freuen sich über die effektive Zusammenarbeit. „Wir müssen das Potenzial, das wir haben, noch weiter ausbauen!“, so Georg, Mit der Touristischen Arbeitsgemeinschaft, dem Zweckverband Naturpark Habichtswald und dem Habichtswaldsteig sei man auf einem guten Weg, weitere Gäste zu gewinnen.“ (ula)

Quelle: HNA

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