Auf dem Energiespar-Trip

Niedensteiner Parlament beschließt neue Straßenbeleuchtung

Neue LED-Technik: Alle Niedensteiner Straßenlampen sollen ausgetauscht werden. Foto: Archiv

Niedenstein. Zukunftsweisende Energiekonzepte auf kommunaler Ebene standen im Mittelpunkt der Niedensteiner Stadtverordnetenversammlung, die am Donnerstag im Wichdorfer Bürgerhaus tagte.

Dazu gehörten

• die Umstellung auf energiesparende Straßenlampen,

• die Nutzung der Abwärme der Metzer Biogasanlage für Hallenbad und Kitas sowie

• der Beitritt zur Fulda-Eder-Energie, dem Zusammenschluss von neun Kommunen, die das Stromnetz von der Eon-Mitte übernehmen will.

Einig waren sich die Kommunalpolitiker bei der Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Die alten Quecksilberdampf-Leuchtmittel sind in der EU ab 2015 nicht mehr zulässig, sie verbrauchen auch erheblich mehr Energie als die neuen LED-Leuchten.

Von Mai 2013 bis April 2014 sollen 490 Leuchten in den Neben- und Anwohnerstraßen Niedensteins ausgewechselt werden. Dafür stehen insgesamt 250.00 Euro zur Verfügung, das Bundesumweltministerium zahlt einen Zuschuss von 25 Prozent.

Bereits Ende 2012 waren 220 Lampen an den Hauptstraßen erneuert worden, 275 Lichtpunkte sind mit Gelblicht-Leuchten ausgestattet.

Nach einer Berechnung der Wolfhager Stadtwerke werden sich die Investitionskosten für die LED-Leuchten bereits in vier Jahren gerechnet haben, da die modernen Leuchtmittel erheblich weniger Energie verbrauchen. Während mit den alten Quecksilber-Lampen 59.000 Euro an laufenden Kosten pro Jahr anfielen, werden es mit LED-Lampen nur knapp 20.000 Euro sein; Einsparung pro Jahr: 39 100 Euro.

Sprecher aller Fraktionen betonten, dass die Umstellung sinnvoll sei und sich auch langfristig rechnen werde.

Wärmeliefervertrag vertagt

Ob mit der Wärme aus der Biogasanlage bei Metze das städtische Hallenbad und die beiden Kindertagesstätten in Niedenstein versorgt werden können, sollen die Stadtverordneten in den Ausschüssen erneut beraten. Bis zum 10. Juni müsse ein Beschluss für oder gegen einen Wärmeliefervertrag mit der Bioenergie Metze GmbH getroffen werden, sagte Bürgermeister Werner Lange in der Parlamentssitzung.

In den Beratungen waren Unwägbarkeiten aufgetreten bezüglich der Laufzeit der Wärmelieferverträge für das Hallenbad. Während man bei den Kitas mit 15 Jahren Laufzeit keine Probleme hatte, waren mindestens 7 Jahre für das Hallenbad ein Knackpunkt, da über die Zukunft des Bades noch keine abschließenden Entscheidungen gefallen sind.

Die Ausschussmitglieder werden sich in der ersten Juni-Woche vermutlich treffen. Nur wenn sie eine übereinstimmende Entscheidung treffen, wird der Beschluss für eine Wärmeversorgung für Hallenbad und Kitas wirksam.

Insgesamt sei die Lieferung über ein Nahwärmenetz aus der Biogasanlage wirtschaftlich und verspreche langfristig deutliche Kostenvorteile und -sicherheit, betonte Bürgermeister Lange.

Kommunale Gesellschaft

Als eine von neun Kommunen aus dem Nordkreis wird sich Niedenstein an der Fulda-Eder-Energie (FEE) beteiligen, das beschloss das Parlament bei Enthaltung der CDU. Die FEE wird sich darum bewerben, das Stromnetz der Eon-Mitte zu erwerben.

Das Risiko für Niedenstein sei überschaubar, sagte Dr. Markus Klein (SPD), das Mitspracherecht bei der Grundversorgung mit Energie wichtig, betonte Manfred Dittmar (FWG). Jörg Warlich (Grüne) bezeichnete den Beschluss als richtigen Schritt, während Willi Grunewald (CDU) Bedenken äußerte.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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