Hennen legen nur braune Eier

In Niederbeisheim gibt es Eier nach Bioland-Richtlinien

Niederbeisheim. Zu Ostern sind Bio-Eier besonders gefragt. Das sagen Uwe Brede und Babett Löber von der Staatsdomäne Niederbeisheim.

Doch damit die Eier auch das Bio-Prädikat erhalten, gilt es einiges zu beachten. Seit 1995 sorgen die Hühner der Domäne für Bio-Eier - Freilandhaltung ist für sie selbstverständlich. Auf der 180 Hektar großen landwirtschaftlichen Fläche am Ortsrand von Niederbeisheim tummeln sich 10.500 Legehennen, die auf dem Feld nach Gras und Samen zupfen.

Futter aus eigenem Anbau 

Vier Ställe befinden sich auf dem Gelände der Pächter Uwe Brede und Babett Löber. Zu jedem Stall gehört auch ein großzügiges Freigehege. Ungefähr 3.000 Hühner teilen sich laut Uwe Brede einen Stall. „Nach EU-Richtlinien kommen sechs Hühner auf einen Quadratmeter. Sie gehen eigenständig aus dem Stall nach draußen in das Freigehege“, erklärt Brede. Wo sie sich aufhalten, ob drinnen oder draußen, das können die Tiere tagsüber selbst entscheiden. Deshalb sind die Anlagen auch für schlechte Wetterverhältnisse ausgelegt, an jedem Stall befindet sich ein überdachter Auslauf und bietet den Hühnern Schutz. Nachts ist auch für das Federvieh Ruhezeit - dann geht es nicht raus.

Damit die Eier auch tatsächlich das Bio-Prädikat bekommen, brauchen die Legehennen nicht nur artgerechten Auslauf, sondern auch natürliches Futter. Dabei kommt eine Futtermischung aus unterschiedlich zusammengesetztem Eiweißkuchen und aus Körnern zum Einsatz, die der Hof zur Hälfte selbst produziert. Die Hennen bekommen Getreide und Hülsenfrüchte aus eigenem Anbau. Das restliche Futter besteht aus einer biologischen Mischung, die zugekauft wird.

Alle Eier sind braun

Die Eier vom Hof in Niederbeisheim sind übrigens allesamt braun: Das liege an der Hennenart, der sogenannten Lohmann-Braun, erklärt Babett Löber. Ob ein Huhn braune oder weiße Eier lege, erkenne man an der Färbung der sogenannten Ohrscheiben, die sich seitlich am Kopf der Vögel befinden. Sind diese braun, legen die Hennen braune Eier.

Die Eier von der Staatsdomäne Niederbeisheim werden zum Partnerbetrieb in Baunatal-Guntershausen geliefert, wo sie sortiert und verpackt werden. Der Betrieb der Landwirte Brede und Löber ist Mitglied des Anbauverbands Bioland. Dadurch werden die Eier hauptsächlich an Vertragspartner in Hessen und Südniedersachsen verkauft, finden aber auch den Weg in Reform- und Bioläden in der Region.

In den vergangenen zwei Wochen war auf dem Hühnerhof wieder jede Menge los. Gerade vor Ostern seien mehr Kunde da, sagt Brede. „Sie bekommen dann die Eier praktisch noch warm,“

Einen Tipp für die Osterei-Färberei haben Uwe Brede und Babett Löber auch: Ihre Ostereier färben sie mit biologischen Farben, Holundersaft und Zwiebelschalen.

Quelle: HNA

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