Heizölkosten auf dem Jahrestief –Weiterer Rückgang fraglich

Schwalm-Eder. Die Preise für Heizöl haben den tiefsten Stand in diesem Jahr erreicht, es gibt kaum einen Preisunterschied zum Vorjahr. Wer als Hauseigentümer im Landkreis im Januar getankt hatte, musste netto noch etwa 80 Cent pro Liter ausgeben, derzeit sind es kanpp unter 70 Cent.

Nach Angaben der Mineralölwirtschaft ist unsicher, wie lange der Trend zu sinkenden Preisen noch anhält. „Im Augenblick ist die Situation nicht überschaubar“, sagt Dr. Jörg Lenk, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH). Im Moment werde der Ölpreis durch einen Angebotsüberhang auf dem Weltmarkt gedrückt.

Waltraud Möller (Raiffeisen Neukirchen) empfiehlt ihren Kunden, den Markt zu beobachten: „Ich rate derzeit vom Kauf nicht ab.“ Gemessen am niedrigen Rohölpreis müsste das Öl zwar noch günstiger sein, doch handele es sich um einen Spekulationsmarkt, die Entwicklung sei zäh.

Riesenpreisdifferenzen habe es das ganze Jahr über noch nicht gegeben. Offenbar setzten viele wohl weiterhin auf sinkende Preise, „die wenigsten tanken richtig voll“. Dabei findet es Waltraud Möller gut und richtig, dass die Menschen die Entwicklung genau beobachten und nachfragen, „die Kunden haben es selbst in der Hand“.

Wer sagen sollte, ob es mit den Preisen weiter runtergeht, müsste Hellseher sein - das sagte Martina Kerkmann von Heizöl Herwig in Felsberg. Seit Tagen wird dort lebhaft geordert und ausgeliefert, „es läuft weiterhin gut, denn die Preise sind tief“.

Das hat zur Folge, dass die Mengen schon knapp werden. So gibt es bei V.W. Günter Mineralöl (Borken) schon eine Lieferzeit von zwei Wochen. Sabine Weber: „Die Preise sind in den zurückliegenden vier Wochen nach unten gesaust, und wie es weitergeht, weiß niemand.“ (asz/aqu)

Quelle: HNA

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