7814 Menschen aus dem Landkreis sind in Datei erfasst

Noch nie gab es so viele Knochenmarkspender

Schwalm-Eder. Noch nie war die Bereitschaft der Menschen, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen, so groß wie jetzt: 7814 Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis sind zurzeit als potenzielle Stammzellspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) erfasst.

87 von ihnen haben bereits Stammzellen für einen Patienten gespendet und damit das Leben eines anderen Menschen retten können.

Beinahe die Hälfte dieser 7814 Spender kamen bei solch großen Aktionen zusammen, wie sie die Kreissparkasse Schwalm-Eder 2009 zugunsten einer erkrankten Mitarbeiterin auf die Beine stellte. Damals ließen sich 3200 Menschen typisieren. Auch bei den diesjährigen Aktionen in Wasenberg und Homberg - in der Schwalm ging es um drei Geschwisterkinder, in Homberg um einen erkrankten Feuerwehrmann - ließen sich viele hundert Menschen nicht lange bitten und ihre Gewebemerkmale testen.

„Wenn hinter der Krankheit ein Gesicht steht, löst das eine unfassbare Welle der Hilfsbereitschaft aus“, sagt Katrin Doerdelmann von der DKMS in Köln. Deshalb sei es auch so wichtig, dass es Patienten gebe, die bereit seien, über ihr Schicksal zu berichten: „Persönliche Betroffenheit ist für viele eine große Motivation um zu helfen“, sagt Doerdelmann.

Sie rechnet für 2013 mit dem Rekord von 320.000 neuen Namen in der Spenderdatei - so vielen wie noch nie binnen Jahresfrist. Doch auch wenn sich damit täglich fast 900 Menschen in Deutschland typisieren ließen, dürften die Anstrengungen, neue Spender zu finden, keinesfalls nachlassen: Noch immer könne man für jeden Fünften, der an Blutkrebs erkranke, keinen geeigneten Spender finden. Doch manches Mal geschehen Wunder: Von den 3200 Menschen, die sich 2009 bei der KSK-Aktion testen ließen, konnten immerhin 28 ein Menschenleben retten.

Mehr dazu in der grdruckten Freitagausgabe der HNA.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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