Erkrankter Landrat nahm nicht an Parteitag teil

SPD nominiert Neupärtl in Abwesenheit wieder

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Schwalm-Eder. Mit klarer Mehrheit haben die Delegierten des SPD-Unterbezirksparteitages am Freitagabend in Borken Frank-Martin Neupärtl als Kandidat für die Landratswahl im kommenden Jahr nominiert. Der 52-Jährige wurde in Abwesenheit gewählt.

Er kämpft noch immer mit den Folgen einer schweren Erkrankung und verzichtete auf eine Teilnahme am Parteitag.

Auf Neupärtl entfielen 97 der 117 abgegebenen Stimmen, 16 Delegierte stimmten gegen ihn, vier enthielten sich. Der Borkener, der auch Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Schwalm-Eder ist, hatte keinen Mitbewerber. Der SPD-Unterbezirksvorstand hatte seine erneute Kandidatur vor einigen Wochen einstimmig befürwortet.

Der Gesundheitszustand von Frank-Martin Neupärtl hatte in den vergangenen Wochen für einige Spekulationen gesorgt. Im Frühjahr hatten die Ärzte einen Hirntumor festgestellt und operativ behandelt. Nach wenigen Wochen hatte er seine Amtsgeschäfte aber bereits wieder aufgenommen. In jüngster Zeit war er kaum in der Öffentlichkeit gesehen worden, er arbeitete offenbar häufiger von zu Hause aus.

Michael Kreutzmann, Kreistagsvorsitzender und Vertrauter des Landrats, verlas eine Erklärung, in der Neupärtl wissen ließ, dass er „auf dem Weg der Besserung“ sei.

Kreutzmann berichtete, aufgrund der intensiven Behandlung, der sich Frank-Martin Neupärtl zurzeit unterziehe, sei er körperlich geschwächt. Er habe sich daher entschieden, sich zu schonen und nicht am Parteitag teilzunehmen. Der Landrat sei aber politisch auf dem neuesten Stand und habe am Donnerstagabend zu Hause noch Akten bearbeitet.

Von Heinz Rohde

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Quelle: HNA

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