Die nordhessischen Karnevalisten feierten den Sessionsauftakt in Besse

Farbenfroher Nachwuchs: von links Ellen Schwarz Milena Richter, Laura Diehl und Anne-Sophie Schwarz von den Fritzlarer Eddernarren.

Besse. Alles, was Rang und Namen hat im Karneval der Region, war am Wochenende nach Besse gepilgert. Dort startete die Interessengemeinschaft Karneval in Nordhessen (IKN) in die Session.

In der vollbesetzten Mehrzweckhalle machte sich IKN-Präsident Jürgen Möller mit der kompletten Vorstandsriege ein Bild vom Leistungsstand der Narren. Bange muss ihm um die närrische Zunft nicht sein, denn es gab vielfältige und gekonnt vorgetragene Darbietungen zu bewundern.

Tanz und Spaß

Sitzungspräsident Torsten Peter führte souverän durch ein Programm mit 32 Nummern. Und dabei wurde viel geboten:

Bei den tänzerischen Darbietungen boten die Mariechen turnerische Spitzenklasse. Gleich vier Tanzmariechen der Edernarren aus Fritzlar, trainiert von Annica Lambert, begeisterten mit einem Medley.

Kim Herrmann trainiert mit ihrer Prinzengarde in Mandern zweimal die Woche. Sie selbst ist Frontfrau und zeigte mit ihren Mitstreiterinnen Anleihen an den Film „Sister Act“ mit einer gelungenen Choreografie.

Eröffnungssitzung Karneval in Besse

Dass es um den Nachwuchs gut bestellt ist, bewies unter anderem die Juniorengarde der Stadtnarren aus Fritzlar mit ihrem Marschtanz. Besonders die Männerherzen im Saal schlugen höher, als die Närrische Elf aus Fritzlar 17 attraktive, junge Damen im Polizei-Outfit auf die Bühne schickte. „Police Academy“ war der Schautanz betitelt. So mancher Zuschauer dürfte sich da gewünscht haben, ausnahmsweise mal straffällig zu werden und in Gewahrsam genommen zu werden.

Die Weiberfastnachtsfrauen aus Besse sorgten in ihren freizügigen Kostümen nicht nur für Getränkenachschub als Bedienung, sondern schafften es mit ihrem Line-Dance-Vortrag auch, den Saal zum Mittanzen zu bringen.

Wie toll man sich bewegen kann, auch wenn man der Kleidergröße 38 entwachsen ist, bewiesen die „Sternschnuppen“ aus Rothwesten mit einer gekonnten Boxchoreographie von Rocky.

Mathias Göhler von den Fritzlarer Stadtnarren erzählte als Sachsenbäcker von seinen täglichen Erlebnissen.

Als Kathrinchen stieg Diana Apel vom MKC Melsungen in die Bütt und erzählte von ihrem Versuch, als Mensch vom Dorf nach Hongkong zu reisen. Für ihren trocken-kauzigen gab es reichlich Beifall.

Die Olmesbarden aus Borken bewiesen, dass man mit Besen und Stöcken Musik zelebrieren kann. Es war nur einer von vielen umjubelten Auftritten in Besse.

Quelle: HNA

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