Nordumgehung in Homberg: Anwohner sind in Sorge

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Direkte Nachbarn: Gleich an das Baugebiet an der Nordumgehung grenzen Einfamilienhäuser.

Homberg. Vor allem die Höhe der Gebäude, die im Baugebiet an der Nordumgehung in Homberg entstehenden sollen, bereitet den Anwohnern Sorge.

Das sei jetzt bei der Sitzung des Planungsausschusses deutlich geworden, erklärt der Vorsitzende des Ausschusses, Hilmar Höse, im HNA-Gespräch. 18 Anwohner seien anwesend gewesen und hätten Fragen an den Investor Wilhelm Schneider aus Korbach gestellt.

Die maximale Gebäudehöhe betrage zwischen sechs und acht Metern, berichtete der Architekt des Bauherren. Bei einem Gebäude werde eine Höhe von zehn Metern erreicht. „Die Anwohner haben Angst, dass sie künftig vor Mauern blicken und ihre Grundstücke verdunkelt werden“, so Höse.

Außerdem beschäftige die Anwohnern der Lärmschutz sowie die maximale Höhe des Lärmschutzwalles und Abstände zu den Anliegergrunstücken. Sie rechneten mit Einschränkungen.

Geht es nach dem Investor, so will dieser mit dem Bau eines Elektromarktes mit Gastronomie und dem Bau eines Baumarktes noch in diesem Jahr beginnen. Im Frühjahr würde er dann mit den Bauarbeiten für einen Getränkemarkt und einen Tierfutteranbieter beginnen wollen. Im Spätsommer sollen alle Gebäude fertig sein.

Ob dieser straffe Zeitplan jedoch eingehalten werden kann, ist noch offen: Bürgermeister Dr. Nico Ritz erläuterte während der Sitzung, dass für den Baumarkt, den Getränkemarkt und den Tierfutteranbieter Bauanträge gestellt werden können, da der Bebauungsplan rechtskräftig sei. Elektromarkt und Gastronomie könnten indes erst genehmigt werden, wenn der Satzungsbeschluss gefasst werde.

Laut Höse sei die Diskussion sachlich verlaufen und es seien einige Bedenken ausgeräumt worden. Er betont, dass die Träger öffentlicher Belange und die Bürger noch bis zum 30. Oktober ihre Anregungen und Einwände einbringen können.

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Quelle: HNA

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