Garten-Expertin Hiltrud Holland-Letz gibt Tipps zu Schattenpflanzen

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Blühen prächtig unter dem schützenden Blätterdach: Hiltrud Holland-Letz hat in ihrem Garten auch Wiesenraute angepflanzt - die verschiedenen Sorten erstrahlen in verschiedenen Farben. 

Niedergrenzebach. Die Frühblüher sind schon durch, die Sommerblumen noch nicht da - doch im Garten von Hiltrud Holland-Letz blüht es trotzdem in Weiß, Rosa und Blau - denn Schattenpflanzen gedeihen aktuell prächtig.

Wir haben die Gärtnerin aus Niedergrenzebach um ein paar Tipps zu Schattenpflanzen gebeten.

Die Saison

„Schattenpflanzen fangen an, wenn sich das Blätterdach geschlossen hat“, erklärt Holland-Letz. Bei noch offenem Blätterdach verbreiten sich zunächst Frühblüher wie Schneeglöckchen, danach folgen die Staudengewächse. Erst unter dem dicken Blattwerk, in diesem Jahr ab Mitte Mai, gedeihen laut Holland-Letz die schattenliebenden Pflanzen.

Sorten und Arten

Gift und Arznei: Der Fingerhut, auch Digitalis genannt. 

Eisenhut, Türkenbundlilie, Waldgeißbart, Salomonsiegel und Wiesenrauten sind noch weit bis in den Juni bunt.Neben diesen Blütenpflanzen zählen auch sogenannte Bodendecker, darunter Funkien und Farne, zu den Schattenpflanzen. Bekannt sind auch Aronstab und Fingerhut.

Besonderheiten

Allen Schattengewächsen ist gemein, dass sie die Dunkelheit lieben. „Bei zu viel Sonne verfärben sich die Blätter und dann gehen sie ein“, erklärt Holland-Letz. Unter einem schützenden Blätterdach gedeihen die Pflanzen am besten. Die Schattenliebhaber brauchen aber auch aus einem anderen Grund umliegende Bäume, weiß die 77-Jährige: „die herabfallenden Blätter sind natürlicher Dünger.“ Das Laub zerfällt, lockert den Boden auf und sorgt für einen humushaltigen Boden.

Besonders reizvoll findet die Gärtnerin neben den Blüten der Wiesenraute die Blattstruktur der Gewächse: „Glatt, rau, haarig - die Sorten sind sehr vielfältig“, findet die Stauden-Expertin. „Einige der Pflanzen sind sehr giftig“, warnt sie mit Blick auf den Fingerhut. Die Pflanze produziert einen Stoff, der zu Herzrythmusstörungen führt. In geringen Mengen gilt das Gift als Arznei, weshalb Fingerhut auch als Apothekerpflanze gilt. „Das ist bei vielen giftigen Pflanzen so“, weiß Holland-Letz.

Dieser Beitrag über Schattenpflanzen ist der Auftakt zur HNA-Gartenserie, in der wir Experten aus der Region durchs Jahr begleiten und Tipps für die Grünanlage entlocken.

Quelle: HNA

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