Nach zwei Jahren Bauzeit kehrt wieder der Alltag im Haus an der Eder ein

Oase auf neuestem Stand

Strahlende Gesichter bei der Wiedereröffnung: EAS-Hauptgeschäftsführer Rolf Hartmann, Ingo Lück, Bürgermeister Hartmut Spogat, Andrea Lück, Kuratoriumsvorsitzender Hauptmann Tobias Schwarz und Standortältester Oberst Andreas Brendel, zugleich Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments 36 Kurhessen. Foto: Zerhau

Fritzlar. Knappe zwei Jahre lang waren Teile vom Soldatenheim Haus an der Eder, das von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) betrieben wird, eine Baustelle. Jetzt wurde das Haus, das von der EAS in „Oase – Haus an der Eder“ umbenannt wurde, in einer Feierstunde wieder eröffnet.

Für das Betreiberehepaar Andrea und Ingo Lück inklusive Mitarbeiter war es eine stressige Zeit mit vielen Entbehrungen. Das ist jetzt vorbei.

Start mit Sektempfang

Bei einem Sektempfang wurde der Neustart nach der Bauphase gefeiert. Dabei sagte der Hauptgeschäftsführer der EAS, Rolf Hartmann, dass das vorrangige Ziel der Soldatenheime die Betreuungsarbeit in Verbindung mit der evangelischen Militärseelsorge sei. In den noch 16 Häusern im Bundesgebiet finden Seminare und viele andere Veranstaltungen statt.

Zur Umbenennung in Oase erklärte Hartmann, dass dieser Begriff aus den 90er-Jahren stamme, als die ersten deutschen Soldaten bei Auslandseinsätzen waren. Um diesen in der Ferne ein Stück Heimat näher zu bringen, wurden diese Oasen der Ruhe, Entspannung und Besinnung errichtet. Das Prinzip wurde nun auf die gesamten Soldatenheime umgemünzt. Die Umbenennung erfolgte zusammen mit der katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS), wie Hartmann ergänzte.

Auch Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat gratulierte zur Wiedereröffnung nach Umbau und sagte, dass das Haus an der Eder einen hohen Stellenwert in der Dom- und Kaiserstadt habe. In Bezug auf die Umbenennung sagte der Verwaltungschef, dass er diese Oasen von Auslandseinsätzen aus seiner aktiven Bundeswehrzeit kenne.

Seit über 25 Jahren genießt das Haus an der Eder beim Standortältesten Oberst Andreas Brendel einen guten Ruf. Er lobte das Ehepaar Lück dafür, dass sie trotz Bauphase den guten Standard im Restaurantbetrieb gehalten hätten.

Die Oasen hatte auch der evangelische Standortpfarrer Jochen Sennhenn bei seinem ersten Auslandseinsatz in Kabul kennen gelernt.

Neu entstanden, und darauf ist Ingo Lück besonders stolz, ist eine wesentlich größere Küche mit dazu gehörender Spülküche. Weiterhin wurde eine neue Toilettenanlage für den Bereich Kegelbahn, Bierbar, Dartraum und Außenbereich im Kellergeschoss errichtet. Noch nicht ganz fertig ist der neue und über 100 Quadratmeter große Biergarten im westlichen Bereich.

Neue Brandschutz-Türen

Neben der Tieferlegung des Kellerganges und dem Einbau eines neuen Fettabscheiders wurden die kompletten Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser erneuert und auf modernsten Stand gebracht.

Im Rahmen der Arbeiten im Brandschutz wurde das gesamte Gebäude mit entsprechenden Fenstern und Türen ausgestattet. 

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

Kommentare