Oasen an der Autobahn: Bühleck Nord und Süd

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Oasen der Autobahn: Rastanlagen wie Bühleck Nord und Süd (Foto) an der A 44 bei Zierenberg sind für Reisende wichtige Anlaufstellen – nicht nur, um die Fahrzeuge aufzutanken.

Zierenberg/Breuna. Zu teuer, familienunfreundlich und für Fußgänger nicht sicher genug: Viele deutsche Rastanlagen genügen nicht den Anforderungen des ADAC. Zu diesem Ergebnis kam jetzt ein Rastanlagentest des Automobilclubs, bei dem 50 Anlagen unter die Lupe genommen worden sind.

Die Rasthöfe Bühleck Nord und Süd an der A 44 bei Zierenberg waren nicht darunter. Dafür schauten wir uns dort um und beurteilten die Raststätten hauptsächlich nach oben genannten Kriterien.

Service: Beide Rasthöfe sind rund um die Uhr geöffnet und halten in ihren Shops eine gute Auswahl an Essen, Trinken, Zeitschriften, Zeitungen, Büchern und sonstigen Artikeln, die auf einer Reise benötigt werden, vor. Im Rasthof Bühleck Süd gibt es zudem ein Restaurant, in dem Reisende zwischen verschiedenen warmen Gerichten wählen können.

Die Preise entsprechen denen anderer deutscher Rastanlagen und sind demzufolge relativ hoch: So zahlt man für ein mit Salat und Wurst belegtes Brötchen 3,49 Euro. Beim Kaffee ist der Preis hingegen normal – 2,20 Euro kostet ein Becher Milchkaffee aus dem Automaten, der zudem schmackhaft ist.

Sicherheit: Separate Parkplätze für Lkw und Pkw sind vorhanden. Ebenso gibt es an beiden Anlagen Bänke und Tische auf Grünstreifen, an denen Autofahrer essen und trinken oder einfach nur entspannen können. Nachteil: Das Parkgelände ist nicht extra gesichert. Für Familien, insbesondere mit kleinen Kindern, ist hier besondere Vorsicht geboten. Spielplätze oder Spielgeräte für Kinder sind nicht vorhanden. Die Fahrbahnen auf dem Gelände sind in einem guten Zustand, die Beschilderungen sind deutlich und gut erkennbar.

Hygiene: Beide Raststätten verfügen über genügend Toiletten und Waschbecken; auch Duschen sind vorhanden. Die sanitären Anlagen sind sauber und werden von Reinigungskräften ständig kontrolliert und gesäubert. Die Benutzung ist kostenpflichtig.

Fazit: Die Anlagen halten das Wesentliche vor und sind gepflegt. Einziger Nachteil sind die fehlenden Spielmöglichkeiten für Kinder und das ungesicherte Parkgelände. Im Schnitt werden die beiden Raststätten von 33.000 bis 35.000 Menschen während eines typischen Reisemonates wie dem Juli angefahren, teilt Pächter Jack van Gevelt auf HNA-Anfrage mit.

Gezählt werden dabei jedoch nur die Bons aus den Verkäufen. Das heißt: Wer nur die Toilette benutzt und rastet, ohne zu tanken oder im Shop etwas zu kaufen, ist bei dieser Zählung nicht mitaufgeführt.

Quelle: HNA

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